Geflutet

Die Woche im Rückblick.
Michael Hufnagl

Michael Hufnagl

So viel Dramatik spüren natürlich auch die Politiker.

von Michael Hufnagl

über das Hochwasser

So ein mächtiges Hochwasser ist auch für die Medien des Landes eine Herausforderung. Ein Garant für Auflage und Quote. Eine Art Superlativdruckgebiet. Das Wettrüsten der Worte („Horrorflut, Jahrhundertflut, Jahrtausendflut“) und Zahlen („Schaden von einer Milliarde, zwei Milliarden, drei Milliarden“) ist ein Muss.

Österreich titelte „Österreich unter Wasser“, weil „Einige Teile Österreichs unter Wasser“ dem Verlangen nach sprachlichem Effekt nicht gerecht würde. In katastrophalen Zeiten sind „Rekord“ und „Mega“ gefragt. Kein Wunder, dass die Heute-Schlagzeile nur „Hilfe!“ hieß.

Chaos

So viel Dramatik spüren natürlich auch die Politiker. Die wiederum versprechen in den vielen Tagen voller „Tragödien und Entsetzen, Bangen und Chaos“ unter maximalem Einsatz von Betroffenheitsmienen, dass allen Opfern rasch und unbürokratisch geholfen werde, koste es, was es wolle. Leider erinnern sie sich später – wenn Emotionen und Kameras die Präsenz verloren haben – daran meistens nicht mehr so genau. Die Budgetknappheit hat schon so manche Zusage weggespült. Stattdessen gab es aber schon jetzt das eine oder andere Regierungsgeplänkel, wer von den beiden Parteien die bedeutendere Hochwasserschutzmacht sei.

Von begradigten und verbauten Flüssen, versiegelten Böden, verlorenen Überschwemmungsflächen und allerlei sonderbaren Widmungen ist dabei jedoch selten die Rede. Dem stehen zu viele großartige Projekte gegenüber, inklusive Funktionärsparole: Ich bin doch nicht von allen guten Wahlkampfgeistern verlassen!

Jetzt gilt es, öffentlichkeitswirksam zu agieren. Heißt: Hier Hilfsfonds aufstocken, dort Soldaten heimholen, und überall Lösungen präsentieren.

Realität

Zum Beispiel bei den Verhandlungen zum Lehrerdienstrecht. Dort hat sich jetzt auch der Vizekanzler mit einem neuen Modell eingemischt, weil die gewerkschaftliche Nein-Seligkeit so gar nicht in das ausgerufene Jahr der ÖVP passt. Und siehe da, plötzlich meinte Fritz Neugebauer, die Vorschläge seien „grosso modo mit einem starken Realitätssinn ausgestattet“. Wenn er’s sagt.

Ansonsten gab es ...

... zwei verkündete Abgänge (Festspielintendant Pereira hat genug von Salzburg, und Hypo-Alpe-Adria-Aufsichtsratschef Ditz hat genug von Maria Fekter);

... zwei absolute Top-Storys aus dem Society-Bereich (Patricia Kaiser wird im Herbst „sehr natürlich“ heiraten, und Vera Russwurm wurde im Marchfelderhof zur Spargel-Feinschmeckerin des Jahres gekürt);

... sowie Tausende Helferinnen & Helfer. Helden unserer Zeit. Respekt.

Twitter: @MHufnagl

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