Das Vegan-Experiment: Mein veganer Sonntag

Wie aus einem Experiment eine komplette Ernährungsumstellung mit ganz vielen Neuentdeckungen wurde.
Eine Frau hält ein großes Blatt vor ihr Gesicht.

War ich innerhalb meines Freundeskreises zu Beginn meines Vegan-Experiments doch noch relativ allein auf weiter Flur, muss ich mit Freude verkünden: Ich bin vergangene Woche zu zwei veganen Abendessen eingeladen worden, E. schwärmt allen von meinen veganen Kochkünsten vor, bei der Einweihungsparty von P. gab es vegane Schokomuffins und die WG einer lieben Freundin probiert es mal mit einem veganen Monat. Bei einem dieser Abendessen gab es zur Nachspeise übrigens eine Dattel-Nuss-Torte mit Avocadocreme. Wow! Das Rezept habe ich L. übrigens abgeluchst und davon sollen jetzt bitte einmal alle profitieren (siehe weiter unten). Zu E.s Erstaunen kann man vegane Ernährungsfragen auf Partys auch noch bis 4 Uhr Früh klären und sich dann sogar Tipps für ein veganes Frühstückslokal geben lassen.

Veganer Sonntag

Unser hochgehaltenes Sonntagsfrühstück wollten wir eigentlich im Café Oben am Urban Loritzplatz einnehmen. Nachdem es dort immer wieder vegane Speisen auf der Karte gibt, klang der Sonntagsbrunch verlockend. Der geht allerdings nur bis 15 Uhr (ist ohnehin lang, aber manchmal eben nicht lang genug). Daher wurde es das On Market am Naschmarkt. Dort gibt es Frühstück bis 16 Uhr und das vegetarische Frühstück ist vegan.

Innenansicht eines langen, schmalen Restaurants mit Bar und Tischen.

Das zu Tofuaufstrich und Obst gereichte Wok-Gemüse war zwar nicht schlecht, aber nach meinem Geschmack hätten dazu eher Reis oder Nudeln gepasst statt dem handelsüblichen Brotkorb. Der Aufstrich hat leider nach kaum etwas geschmeckt. Die anderen Speisen auf der Karte haben gut ausgesehen. Falls ich wiederkomme, werde ich die Erdnuss-Mango-Avocado-Maki probieren. Für Veganer bietet die Karte sonst aber eher weniger.

Cupcake-Paradies

Gäste sitzen im „Brass Monkey Coffee & Cakes“ und genießen ihre Zeit.

Anschließend waren wir noch im Cupcake-LadenBrass Monkeyin der Gumpendorferstrasse 71. Ein Paradies! Für die unglaublich gut aussehende vegane Sauerkirsch-Karamelltarte war allerdings einfach kein Platz mehr in meinem Bauch. Aber der Schoko-Peanutbutter-Shake war köstlich; und vegan! E. bestellte einen Vanille-Oreo-Shake. Da wurde er gefragt, ob er denn auch vegan wäre. Er verneinte, was ihm einen ungläubigen Blick von einem Mädchen am Tresen einbrachte und die natürlich ironisch gemeinte Frage: "Was, das gibts noch?" Irgendwie hatte sich plötzlich alles umgedreht und nicht mehr ich war "die Komische". E. rollte mit den Augen. Wir mussten beide lachen.

Die Frage kam aber deshalb von der entzückenden griechischen Besitzerin, weil ihr die Original-Oreos am Sonntag ausgegangen waren. Sie hatte zwar noch Nachgemachte in petto, aber die wären eben nicht vegan. E. war von seinem beinahe veganen Shake genauso begeistert wie ich von meinem und ich freute mich über die Ehrlichkeit der Besitzerin. Ich komme auf jeden Fall wieder!

Und zum Abschluss noch das versprochene Rezept von L. (via veganguerilla.de), die übrigens das Café Else in der Heinestraße regelmäßig mit Kuchen beliefert. Auf Nachfrage bestimmt auch gerne vegan, denn das macht sie richtig gut.

Dattel-Nuss-Torte mit Avocadocreme

Ein Käsekuchen ist mit Himbeeren belegt und steht auf einem Holztisch.

Zutaten:200g getrocknete Datteln, 300g Cashews, 4 EL Kakaopulver, 4 reife Avocados, 1 Vanilleschote, 2 Zitronen, 5 EL Agavensirup 3 EL Kokosöl, 6 EL Kokosmus und Himbeeren zur Deko.

Zubereitung: Die Cashews mehrere Stunden in Wasser einweichen. Danach restliches Wasser abgießen und mit den getrockneten Datteln und dem Kakaopulver zu einer gleichmäßigen Masse mixen. Falls die Masse für den Mixer zu fest ist, das Ganze portionsweise mixen. Wenn der Teig extrem klebrig ist, Cashews hinzufügen, falls er zu bröselig ist noch ein paar Datteln. Statt Cashews können auch andere Nüsse verwendet werden. Den Kuchenboden in eine Springform geben und platt drücken, an den Rändern etwas hochziehen.Für die Avocadocreme: Die Zitronen pressen, die Schale und Kerne der Avocados entfernen, das Mark aus der Vanilleschote kratzen. Zitronensaft, Avocados und Vanille mit dem Agavensirup, Kokosöl sowie Kokosmus im Mixer zu einer gleichmäßigen Masse verarbeiten. Diese noch einmal mit Vanille, Zitronensaft, Kokosmus oder Sirup abschmecken. Die Masse auf dem Dattel-Cashew-Boden verteilen und glatt streichen. Wer möchte, kann vorsichtig noch ein paar Himbeeren leicht in die Masse hinein drücken. Für einige Stunden kalt stellen, fertig!

Veganes aus dem Supermarkt

Ein Regal in einem Supermarkt mit verschiedenen Käsesorten, Aufstrichen und Tofuprodukten.

Geröstete Tomaten auf einem schwarzen Gitter.

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Tapenade in einer weißen Schale mit geröstetem Brot auf einem Teller.

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Eine bunte Mischung aus Kürbissen unterschiedlicher Farben und Formen.

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Viele Weinkorken der Marke Niinaus liegen übereinander.

Eine Packung Alpro Soya Cuisine, eine vegane Kochcreme auf Sojabasis.

Drei Sushi-Rollen liegen auf einem schwarzen Teller.

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Mehrere Packungen Manner-Schnitten, eine davon im Detail, mit der Aufschrift „Original Neapolitaner“.

Aus einer halben Kokosnuss wird Kokosmilch gegossen.

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Zwei halbe Avocados, eine mit Kern, liegen nebeneinander.

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Eine Packung Coco Juice von Dr. Antonio Martins mit einer Kokosnuss auf der Vorderseite.

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Eine Schale mit gerösteten Cashewnüssen steht auf einem Tisch.

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Verschiedene Kräuter wie Basilikum, Thymian und Oregano wachsen in einem Behälter.

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Erdbeeren in einem roten Sieb, umgeben von roten Tulpen und Kirschtomaten.

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Drei Becher Provamel Bio Organic Soja Orange Reducer auf weißem Hintergrund.

Verschiedene Samen, Nüsse und Hülsenfrüchte werden in Säcken auf einem Markt angeboten.

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Eine Tafel Ritter Sport Marzipan Schokolade mit Marzipanstückchen.

Stella Reinhold schreibt alle zwei Wochen von ihren Erfahrungen mit veganer Ernährung. Die nächste Ausgabe von Stellas Vegan Blog erscheint am 1. November.

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