40 Jahre Rubik's Cube: Der Zauber der Würfel
Man muss weder mit ihm spielen noch ihn besitzen, um ihn zu kennen: Rubik’s Cube, der Zauberwürfel, der vor 40 Jahren die Welt wie im Sturm überrollte.
Zuerst war das Drehpuzzle der Hit in den Kinderzimmern, dann in den Schulklassen und auf Uni-Instituten, bis es die populäre Kultur eroberte: von Auftritten bei der gelben Comicfamilie Simpsons bis zur Sitcom „The Big Bang Theory“. Jeder siebte Mensch auf der Erde hat angeblich schon mit ihm Kontakt gehabt, das sind über eine Milliarde und vermutlich mehr als jene, die schon einmal eine Schachpartie ausgetragen haben.
Ein Künstler bildete sogar das bekannteste Gemälde der Welt, Leonardo da Vincis „Mona Lisa“, aus tausenden Würfeln nach. So nach dem Motto: Spaß muss sein. Dabei geht es hier um eine hochkomplexe Angelegenheit.
Spielen ist ernst
"In Wahrheit ist Spielen eines der ernsthaftesten Dinge auf der Welt“, behauptet Ernő Rubik, der Erfinder des aufsehenerregendsten bekanntesten Spieles der letzten Jahrzehnte. Seine Sucht, in geometrischen Mustern Rätsel zu sehen, plagte ihn schon in der Schulzeit. „Mit Hilfe des Schachspiels wollte ich neue Rätselspiele kreieren oder andere lösen, die es bereits gab.“
Lange äußerte sich der ungarische Bildhauer, Architekt und Designer kaum zu seiner kleinen, würfelförmigen Großtat. Jetzt hat sich der mittlerweile 76-Jährige ein paar Lehren aus seinem Leben mit einem seltenen Geniestreich von der Seele geschrieben.
Superstar wider Willen
Das sinnigerweise „Cubed“ genannte Buch wurde zum Bekenntnis eines Erfinders, den der Spieltrieb in den Status eines Superstars katapultierte – wider Willen. Denn, so Ernő Rubik: „Der ,Cube’ liebt es, im Rampenlicht zu stehen; ich nicht.“ Mehr noch: Er selbst wollte sich am liebsten unsichtbar machen, als das Spiel immer populärer wurde.
„Ich fühlte mich ein wenig wie der alte Holzschnitzer Geppetto, der mitansehen muss, wie seine Schöpfung (Anm. Pinocchio) zum Leben erwacht, mit nichts als Unsinn im Kopf und voller Abenteuerlust“, schreibt der Mann, den seine Erfindung um die Welt reisen ließ, der aber nach wie vor glücklich in seiner Heimatstadt Budapest lebt
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