Frau stürzte am 21. Geburtstag in die Mur

21-jährige stürzte an geburtstag in die mur
Ein Polizist sprang ins Wasser und rettete der jungen Unfalllenkerin das Leben.

Das Auto voll Wasser, die Lenkerin angeschnallt am Fahrersitz. „Es hat gerade noch ihr Kopf rausgeschaut“, erinnert sich Peter Auer: Der Revierinspektor der Polizeiinspektion Unzmarkt rettete Montagmittag einer jungen Frau das Leben, nachdem sie mit dem Pkw in die hochwasserführende Mur gestürzt war ausgerechnet an ihrem 21. Geburtstag.

Warum die junge Lenkerin in Teufenbach im Bezirk Murau plötzlich die Kontrolle über ihren Wagen verlor, ist noch unklar. Jedenfalls überschlug sich das Auto mehrmals und rutschte über die Böschung knapp vor einer Brücke in die Mur. Der Wagen trieb ab und blieb drei Meter vom Ufer entfernt an Gestrüpp hängen.

Leine gebastelt

Doch durch den Überschlag waren zwei Seitenscheiben kaputt, sehr kaltes Wasser drang in das Auto ein. Eine Zeugin alarmierte die Polizei. Peter Auer und seine Kollegen waren zwei Minuten nach dem Anruf die ersten Helfer am Unglücksort. „Das Auto ist voll gelaufen. Es wär’ keine Zeit mehr gewesen, da noch zu warten.“ Aus Gurten einer Bahre aus einem Rettungswagen bastelte der 33-Jährige eine Sicherheitsleine und band sie sich um die Hand, während ihn die Helfer am Ufer festhielten. „Dann bin ich in die Mur gesprungen“, schildert Auer. Er stand bis zur Brust im Wasser. „Am Auto hab’ ich zuerst den Kopf der Frau über Wasser gehalten, ein Feuerwehrmann hat mir dann ein Messer zugeworfen und ich hab’ den Sicherheitsgurt durchgeschnitten, ihr eine Leine umgebunden.“

Die 21-Jährige wurde ans Ufer gezogen. Das Team des ÖAMTC-Rettungshubschraubers Christophorus 11 flog sie in das Unfallkrankenhaus Klagenfurt. Welche Verletzungen sie erlitt, war Montagabend noch unklar. „Sie war unterkühlt, aber ansprechbar“, schildert Auer. „Sie hat Glück gehabt, dass wir so schnell dort waren und der Wagen mit den Reifen in der Mur gelandet ist und nicht mit dem Dach.“

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