Gewinnspiele 10.04.2018

Sam Smith brennt für Tequila, Soul und Liebe

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Wir verlosen 1 x 2 Karten für das Konzert des Soul-Pop-Sängers am 8. Mai in der Wiener Stadthalle.

„Volltrunken an der Tequila-Bar!“ So sagt Sam Smith, habe er einen Teil des Jahres 2016 verbracht. „Als ich nach der Tournee zum ersten Album nach London zurückkam, zog ich drei bis vier Mal in der Woche durch die Schwulen-Clubs“, erzählte der 25-Jährige der britischen Musikplattform NME . „Das hat viel Spaß gemacht, aber gleichzeitig war das so gar nicht nach mir. Es war nur, weil ich von diesem Typen verlassen worden war. Das hat mich fast umgebracht.“

In diesem Zustand begann der Soul-Pop-Sänger, der 2014 mit dem Debüt-Album „In The Lonely Hour“ sowohl in den USA als auch in Europa – als einziger in dem Jahr – eine Million verkauft hatte, an dem zweiten Opus zu arbeiten. „Normalerweise war Musik für mich immer gut, um solche Gefühle auszudrücken. Aber da ging gar nichts mehr. Ich dachte damals sogar daran, überhaupt kein zweites Album mehr zu machen.“

Doch die Blockade löste sich, Smith änderte seinen Lebensstil und schrieb für die Ende 2017 erschienene CD „The Thrill Of It All“ die persönlichsten Songs seiner Karriere. Am 8. Mai wird der Brite sie in der Wiener Stadthalle live vorstellen. Einen der ehrlichsten Tracks des Albums hat er dabei an den Anfang der Show gestellt: „Burning“ handelt von der schwierigen Zeit im Privatenleben. Aber auch vom Ruhm.

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Überfordert

Denn es war nicht nur das Liebes-Aus, das Smith aus der Bahn warf. Was ihn zusätzlich überforderte, war, im Rampenlicht zu stehen und als Sprecher der LGBT-Community gesehen zu werden: „Ich bin in einem Dorf von 700 Leuten nördlich von London aufgewachsen“, erzählte er der New York Times . „Dort hatte ich mein Coming Out mit zehn Jahren, als mich in der Schule jemand fragte, ob ich schwul bin. Kontakt mit anderen Schwulen hatte ich erst mit 19, als ich nach London kam. Dort war ich ein paar Mal in einschlägigen Clubs. Aber dann wurde ich berühmt und hatte nie die Chance, in dieser Community Anschluss zu finden. Und auf einmal sagten alle, ich wäre das Sprachrohr einer Gemeinschaft, der ich mich noch nicht richtig zugehörig fühlte.“ So musste Smith bei allem musikalischen Erfolg auch viel Kritik für manche seiner diesbezüglichen Aussagen einstecken. Und dann starb auch noch sein Idol George Michael. „Ich sah ihn im Wembley Stadion als ich 15 war. Von da an wusste ich, dass ich Pop-Musik machen will.“

All das führte dazu, dass er während der Aufnahmen zu „The Thrill Of it All“ eine „echt düstere“ Phase durchmachte. „Ich mochte mich nicht richtig, hab weder gut auf meinen Körper noch auf mein Herz oder meine Seele geachtet. Aber erst das hat mir diese Musik gegeben.“

( kurier.at , schoki ) Erstellt am 10.04.2018