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Gewinnspiele
05/13/2019

James Bay: Ohne Mähne und Hut neue Sounds erforscht

Zu gewinnen sind 3 x 2 Karten für das Konzert des "Hold Back The River"-Sängers am 30. Juni in der Arena in Wien.

„Es war die Entscheidung, stehen zu bleiben, oder weiter zu gehen. Und weil das Stehenbleiben langweilig ist, bin ich weitergegangen.“

James Bay, jener Singer/Songwriter, der 2014 mit langen Haaren, Hut und dem Hit „Hold Back The River“ den Durchbruch schaffte, spricht von seinem zweiten Album „Electric Light“. Darauf klingt der 28-Jährige Brite nämlich viel rockiger und elektronischer. „Ich hatte einen Heidenspaß, das so zu machen, habe programmierte Drums mit realen verbunden und jede Menge Gospel-Flair, verrückte Geräusche und sogar Sketches eingebaut“, erzählte er der Musikplattform NME. „Ich musste neues Terrain erforschen. Denn am meisten haben mich Künstler wie David Bowie beeinflusst, die sich mit jedem Album stark weiterentwickelt haben.“

 

Neben Bowie nennt Bay, der als Teenager lieber Gitarre übte, als mit Freunden ins Pub zu gehen, auch Größen wie Prince, Frank Ocean, Blondie, LCD Soundsystem und Kanye West als Einfluss.

Mit dem neuen Sound kam auch ein neuer Look: Die Harre sind kurz geschoren und der Hut verstaubt im Kasten seiner Wohnung in Londons Islington-Viertel. „Ich war mir immer bewusst, dass Musik und Mode zusammenhängen. Das mit dem Hut habe ich angefangen, als ich in der Pub-Szene von Hitchin, wo ich aufwuchs, auftrat. Ich dachte, das wäre ein markantes Erkennungszeichen. Und es hat ja gut funktioniert. Aber jetzt hatte ich genug davon, weil ich meine Songs schon lange bevor ich bekannt wurde, so präsentiert habe. Insgesamt bin ich zehn Jahre mit langen Haaren und Hut aufgetreten, das reicht. Ich fand aber auch, dass das zu dem neuen Sound nicht mehr passt.“

 

Beeinflusst sind die Texte der Songs von „Electric Light“ vom „Rückfall in die Realität“, die Bay erlebte, als er nach vier Jahren auf Tour wieder für längere Zeit zu Hause war: „Auf Tour hast du jeden Abend das Hoch, dabei zu sein, wenn viele Leute über die Musik zusammen kommen“, erzählte er dem Magazin Wonderland. „Da ist dieses wunderbare Gefühl  von Gemeinschaft  – speziell, als ich während der Tour in immer größeren Hallen spielte: Der Gemeinschaftssinn, der damit einhergeht, ist enorm. Und dann war ich wieder zu Hause und in der realen Welt. Die ist dann aber beängstigend, weil da die Menschen nicht so leicht zusammen kommen. Da gibt es Differenzen und Zerwürfnisse genauso wie Einklang. Diesen Kontrast wollte ich in den neuen Songs einfangen.“


Live zu hören ist das am 30. Juni, wenn James Bay im Open-Air-Areal der Wiener Arena auftritt. „Hold Back The River“ hat er dabei natürlich trotz aller Freude über die neuen Songs mit im Programm.