Die Fantastischen Vier: Mit "berechtigter Wut" in Wien

SWITZERLAND MUSIC
Foto: APA/EPA/PETER KLAUNZER Interview mit Thomas D. über Wut, Nervosität und Nerds.

Wir verlosen 3 x 2 Tickets für das Konzert am 24. 1. in der Stadthalle.

„Ich war sehr nervös, hatte richtig Hummeln im Hintern. Das hab ich sonst nie.“ Aber genau dieses Gefühl der Anspannung, wenn man unbekanntes Terrain betritt, wollten Die Fantastischen Vier  erleben, als sie am 13. Oktober im analogen Aufnahmestudio „Supersense“ in Wien  live ihre neue EP „Supersense Block Party“ aufnahmen.  
Das Spannende daran: Der Zusammenschnitt von Favoriten  aus dem Fanta-4-Repertoire wurde  während des Auftritts in eine Vinyl-Master-Platte geritzt – so, dass man danach nichts mehr ändern kann. „Diese Bedingungen gaben uns ein intensives Hier-und-Jetzt Gefühl, in dem alle Sinne geschärft waren“, erzählt Thomas D. im KURIER-Telefonat. „Weil wir   auf jeder Seite der Supersense-Platte nur für  zwölf Minuten  Platz hatten, mussten wir die Songs kürzen, damit wir mehr unterbringen. So springen wir manchmal schon nach einer Strophe und einem Refrain ins nächste Stück. Da kannst du nicht  abspulen, was automatisiert ist. Da musst du total konzentriert sein. Nicht, dass ich das  sonst nicht bin. Ich gehe vor 10.000 Leuten auch nicht auf die Bühne und sage, mir ist das egal. Das macht großen Spaß und es gibt eine Menge Emotionen. Aber Nervosität ist keine davon – weil ich das halt schon ein Weilchen mache  und  weiß, was ich tue.“

Den Spaß – ohne Nervosität  – werden Die Fantastischen Vier im Jänner auch  in Wien haben. Am 24. 1. 2017 treten die Deutsch-Rapper in der Wiener Stadthalle auf. Mit im Programm haben sie zwei  Songs, die  ein Vorgeschmack auf das neue Album sind, das  Ende 2017 erscheinen wird.
Einer der neuen Songs heißt „Endzeitstimmung“. „Der  ist natürlich auch mit etwas Augenzwinkern durchzogen. Aber im Prinzip ist das ein berechtigter Wut-Song, der  ziemlich austeilt.  Ein Rundumschlag gegen alle, die glauben, sie können mit der Welt machen, was sie wollen. Zum Thema ,Wir und die Anderen’ wird ordentlich Stellung bezogen.“
Der zweite neue Song ist  die neue Single „Eines Tages“, die ebenfalls analog im Supersense  aufgenommen wurde. Dabei greift das Quartett das Thema Außenseiter auf, postuliert, dass die verlachten Nerds  in den Schulen später mehr erreichen als die populären Klassenkameraden.

Verlacht
„Das ist angelehnt an unser Geschichte. Wir waren in der Schule  nie die Coolen. Wir haben uns in  die Musik verbissen, das hat uns anders gemacht. Aber wir haben weitergemacht. Und das ist der Punkt: Jemand, der in der Schule anerkannt ist, hat keinen Grund, sich weiterzuentwickeln, wird deshalb später vielleicht  nicht so weit kommen, wie die Nerds. Die bekommen für  ihre Andersartigkeit dann vielleicht sogar Lob. Wir wurden zuerst verlacht, weil wir auf Deutsch gerappt haben. Die Deutschen wollen ja immer alles ganz korrekt haben, aber auf Deutsch zu rappen, war gar nicht korrekt. Erst mit unserem Erfolg hat sich das Bewusstsein etabliert, dass es viel authentischer ist, in der eigenen Sprache zu rappen, als das englische Original nachzuahmen. So sind jetzt  wir cooler als unsere Mitschüler. Ich weiß zwar nicht, was die jetzt  machen . . . aber  sie wissen bestimmt, was ich mache . . . hahaha . . .“

Gewinnspiel Die Fantastischen Vier

  • In wlecher Stadt haben Die Fantastischen Vier ihre EP "Supersense Block Party" aufgenommen?

Teilnahme

Teilnahmeschluss: Freitag, 20. Jänner, 15.00 Uhr
Teilnahmebedingungen:
Teilnahmeberechtigt sind Verbraucher im Sinne des KSchG ab 18 Jahren, die weder Mitarbeiter des Kooperationspartners noch des KURIER oder mit diesem verbundener Unternehmen sind. Der/Die Gewinner wird/werden unter allen rechtzeitig eingelangten Einsendungen mittels Ziehung unter Ausschluss des Rechtswegs ermittelt und persönlich verständigt; darüber hinaus wird über das Gewinnspiel keinerlei Korrespondenz geführt.

Eine Barablöse von Sach- oder Dienstleistungspreisen ist nicht möglich, deren Verwendung bzw. Inanspruchnahme erfolgt stets auf Gefahr des/der Gewinner/s. Der Gewinnspielveranstalter übernimmt keine Haftung für Datenübertragungsdefekte bei der Teilnahme bzw. bestimmte Eigenschaften oder Funktionen der von Dritten zur Verfügung gestellten Gewinne;
Gewährleistungs- oder Schadenersatzansprüche wegen angeblicher Leistungsmängel sind an den jeweils angegebenen Kooperationspartner
(Hersteller/Anbieter) zu richten. Für die Entrichtung allfälliger mit dem Gewinn verbundener Steuern oder sonstiger gesetzlicher Abgaben hat/haben der/die Gewinner zu sorgen.

Die Übermittlung falscher Daten im Zuge des Gewinnspiels kann ebenso wie jeder Manipulationsversuch, zB verdeckte Mehrfacheinsendungen derselben Person, zum Ausschluss des Betreffenden von der weiteren Teilnahme führen.
Der jederzeitige Abbruch des Gewinnspiels, insb. wegen technischer oder rechtlicher Probleme, bleibt vorbehalten.

Gewinnspielveranstalter ist die KURIER RedaktionsgmbH & Co KG, Leopold-Ungar-Platz 1, 1190 Wien
Tel.: +43 (0)5 9030-22614
eMail: kultur@kurier.at.
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