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Reportage
11/03/2019

Schimmeldetektive: Hunde halten mit Technik mit

Wer ein Haus kauft und sicher sein will, dass dieses nicht schimmelig ist, sollte einen unbestechlichen Begutachter engagieren.

von Anja Gerevini-Hueter

Wenn Kick eine Wohnung oder ein Haus betritt, hat er keine Zeit, die Bewohner zu begrüßen. Der schwarze Schäferhund ist im Dienst. Er will seine Arbeit erledigen. Sofort. Höflichkeitsfloskeln auszutauschen ist nicht sein Ding. Kick ist Schimmelsuchhund und seine Erfolgsrate liegt bei 100 Prozent. Das verdankt er einem hochsensiblem Körperteil – seiner Nase. Was die Tiere dank ihres Geruchssinns leisten können, ist bekannt. Sie werden als Drogen- oder Sprengstoffspürhunde eingesetzt oder warnen ihre Besitzer vor einem epileptischen Anfall.

Und sie können Schimmelsporen in Gebäuden lokalisieren. „Natürlich kann man auch technische Geräte einsetzen, die messen, ob sich in der Luft Schimmelsporen befinden“, sagt Wolfgang Hochreiter, Vorstand der Österreichischen Schimmel-Suchhunde Staffel. „Auf die Ergebnisse muss man aber vier bis sechs Wochen warten und dann weiß man nur, dass es einen Schimmelbefall gibt, aber nicht, wo dieser ist.“ Das ist bei den Hunden anders.