Gesund
08.10.2018

Einfacher Trick: Wie man das Baby-Geschlecht schon früher erkennt

Schon zwischen elfter und 13. Schwangerschaftswoche soll das Ultraschallbild Eltern Hinweise liefern.

Obwohl den meisten Eltern vor allem wichtig ist, dass ihr Kind gesund auf die Welt kommt, wollen viele auch wissen, ob es ein Bub oder ein Mädchen wird. Bisher müssen sich werdende Mamas und Papas allerdings mindestens bis zur 20. Schwangerschaftswoche gedulden. Erst ab diesem Zeitpunkt geben Frauenärzte in der Regel darüber Auskunft, welches Geschlecht das Baby hat – vorausgesetzt, es ist zu erkennen.

Ein einfacher Trick soll aber schon deutlich früher Hinweise geben. In diversen Internetforen kursiert eine Theorie, die schon um die elfte Woche herum das Geschlecht verraten kann. Mithilfe der sogenannten Noppen-Theorie (oder auf Englisch Nub-theory) soll ein Ultraschallbild des Babys zwischen der elften und 13. Schwangerschaftswoche Hinweise liefern: Demnach haben alle Babys in diesem Alter eine „Noppe“ zwischen ihren Beinen.

Lage der "Noppe"

Das Geschlecht wird laut Theorie je nach Winkel der „Noppeerkennbar. Ist diese mehr als 30 Grad von der Wirbelsäule entfernt, soll es ein Bub werden. Ist die "Noppe" weniger weit entfernt, soll es sich um ein Mädchen handeln. Die „Noppe“ ist der Genitalhöcker. Das ist die Anlage für die Geschlechtsorgane, die sich beim Mädchen zur Klitoris und beim Buben zum Penis entwickelt.

In Foren diskutieren Mütter über den Winkel auf dem Ultraschallbild. Netmums, eine Website für Eltern in Großbritannien, veröffentlichte auch Statistiken zur Nub-theory: Glaubt man diesen, so liegt die Genauigkeitsrate in der elften Schwangerschaftswoche bei 48 Prozent. In der zwölften Woche soll die Genauigkeit bei 91 Prozent und in der 13. Woche bei 94 Prozent liegen.

Foto hochladen

In Großbritannien gibt es sogar eine Website, deren Betreiber anbieten, Ultraschallbilder zu interpretieren. Der babybooclub beschreibt sich selbst als ein Team von Enthusiasten der Nub-Theorie. Gegen Bezahlung kann man sein Ultraschallbild hochladen und interpretieren lassen. Laut Website wird aber nur dann Geld verlangt, wenn sich die „Experten“ zu mehr als 85 Prozent sicher sind.

Ob der Winkel tatsächlich einen Hinweis auf das Geschlecht des Babys liefern kann, ist wissenschaftlich nicht bestätigt. Hinzu kommt, dass ein Bild benötigt wird, auf dem der Genitalhöcker zu sehen ist und das ein „Messen“ des Winkels überhaupt ermöglicht. Beiträge in Foren zeigen, dass sich werdende Eltern auch nicht so leicht tun, die Theorie bei ihrem Ungeborenen anzuwenden, auch wenn manche behaupten, diese treffe zu. Wer Gewissheit haben möchte, muss sich wohl etwas gedulden.