Wie die Süße von zwei Teelöffeln Zucker in 170 ml Wasser.

© /Nyphotoboy/IStockphoto.com

Genuss
08/21/2016

Warum Sie zu Artischocken keinen Wein trinken sollten

Artischocken können vorübergehend eine Veränderung der Geschmackssinne verursachen.

In Supermärkten ist das edle Gemüse das ganze Jahr über erhältlich. In Österreich haben Artischocken seit wenigen Wochen Saison. Was wenige wissen: Sie sind die weltweit die einzig bekannte Pflanze, die vorübergehend eine Veränderung der Geschmackssinne verursachen kann. Wer Artischocken in Restaurants bestellt, sollte auf teure Weinbegleitung daher verzichten. Zu Hause lässt sich das leicht nachprüfen: Ein Glas Wasser schmeckt nach dem Verzehr des grünen Gemüses um ein Vielfaches süßer.

Verantwortlich sind chemische Verbindungen wie Kaliumsalze der Chlorogensäuren und Cynarin. Letzteres verfügt über eine Süßkraft, die zwei Teelöffeln Zucker in 170 ml Wasser entspricht. Wie diese Verbindungen andere Substanzen süßer schmecken lassen, ist nicht geklärt. Rund 60 Prozent der Bevölkerung können den Versüßungseffekt schmecken.

Quelle: Warum riecht der Fisch nach Fisch?, Andy Brunning, Theiss Verlag