Genuss
29.01.2018

Was die neuen Backöfen alles so drauf haben

Ihr Backrohr-Kauf ist schon länger her? Experten erklären die Technik-Trends wie kabelloses Speisethermometer oder die neuesten Selbstreinigungs-Systeme für Backöfen.

Ober- und Unterhitze oder Heißluft – abgesehen von optischen Kriterien befassten sich ganze Generationen ausschließlich mit der Frage nach der Temperaturverteilung in Backöfen. In den vergangenen Jahren brachten Haushaltsgeräte-Hersteller Backöfen mit vielen neuen Funktionen auf den Markt: "Neue Geräte sind heute mit Sensoren, Thermometer, Dampfgarer und verschiedensten Zusatzfunktionen ausgestattet, die ein gutes Gelingen auch bei aufwendigeren Gerichten oder trendigen Kocharten wie Sous-Vide-Garen garantieren", erklärt Alfred Janovsky, Branchensprecher des Forums Hausgeräte.

Aber welche Zusatzfunktionen haben die neuen Geräte und worauf muss der Konsument beim Kauf achten? Zusatzfunktionen wie Niedrigenergie- und Sous-Vide-Methoden ermöglichen längere, jedoch schonendere Garzeiten bei wenig Temperatur. Wenn zum Beispiel ein Dampfgarer und eine Mikrowelle inkludiert sind, können Fertig-Lasagnen und andere Convenience-Speisen schneller gegart werden.

Hier eine kleine Übersicht der Zusatzfunktionen, die von den Experten Hersteller-unabhängig zusammengestellt wurden:

Dampfzugabe: Dampfzugabe unterstützt mit gezielten Dampfstößen das gleichmäßige Garen und Backen im Ofen – der Braten wird saftig und knusprig zugleich. Der genaue Zeitpunkt der Dampfstöße kann mit Automatikprogramm oder manuell geregelt werden. Die Funktion hält auch Speisen warm.

100 Prozent Dampf: Die Dampfgarfunktion ermöglicht eine schonende Zubereitung von Fisch und Gemüse oder Beilagen wie Knödel und Kartoffeln. Der Dampf (ca. 30 bis 100 Grad) erhitzt die Lebensmittel gleichmäßig – die Feuchtigkeitszugabe kann oft eingestellt werden.

Dampfgarer und Mikrowelle: Es gibt auch Geräte, die Dampfstoßfunktion und Mikrowelle in einem Backofen vereinen. Tiefkühlpizza, Pommes und andere Convenience-Produkte werden schneller fertig. Bei frisch zubereiteten Gerichten oder Kuchen verkürzt sich die Zubereitungszeit.

Energiesparen: Induktionskochen ist am energiesparsamsten, wobei spezielles Kochgeschirr benötigt wird. Auch der Dampfgarer spart Energie, da Wasserdampf mehr Wärme überträgt als Luft.

Niedrigtemperatur: Diese Gar-Methode ist ideal für empfindliche Fleischstücke vom Rind, Schwein, Kalb oder Lamm, die zuerst in der Pfanne scharf angebraten werden.

Sous Vide-Garen: Für Vakuumgaren wird Fleisch, Fisch oder Gemüse im Plastiksackerl vakuumiert und bei niedriger Temperatur (bis 80 Grad) langsam im Backofen gegart.

Selbstreinigung: Laut den Experten gibt es drei Arten von intelligenten Selbstreinigungssystemen. Ohne Handgriff funktioniert die katalytische Selbstreinigung: Lebensmittelrückstände werden unter Einfluss von Sauerstoff zu Wasserdampf und Kohlendioxyd umgewandelt. Durch spezielle chemische Substanzen (Katalysatoren) beginnt der Vorgang ab 200 Grad Celsius, die Backofenwände reinigen sich bereits während des Backens oder Bratens. Bei der pyrolytischen Selbstreinigung wird der Backofen in einem gesonderten Reinigungsprogramm auf 500 Grad aufgeheizt, die Verschmutzungen werden zu Asche, die nur weggewischt werden muss. Bei der Hydrolyse kommt eine Wasser-Spülmittel-Mischung auf das Backblech, das Reinigungsprogramm arbeitet bei 70 Grad Celsius. Danach muss der Backofen gründlich abgewischt werden.

Kabelloses Speisethermometer: Dieses Tool lieben alle Fleischliebhaber und Hobbyköche – das Speisethermometer sendet Informationen an eine Antenne unterhalb der Garraumdecke.

Automatikprogramme: Backöfen haben oft Programme, mit denen je nach Gericht Temperatur und Backzeit automatisch eingestellt werden können. Manche Öfen steuern und kontrollieren mit Sensor in der Innenwand.