Marie Antoinette brachte das Croissant nach Paris
Die junge österreichische Monarchin Marie Antoinette brachte mit ihrem Umzug nach Frankreich auch ihr eigenes Personal mit, darunter mit der Wiener Küche vertraute Köche und Bäcker. Den Siegeszug verdankt das Croissant aber August Zang (siehe Baguette), der es auch in seiner "Boulangerie" verkaufte. Quelle: Nicht auf Größe kommt es an, Metro Verlag

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Genuss
06/14/2017

Warum Franzosen für Croissants mehr zahlen müssen

Frankreichs Bäcker und Konditoren schlagen wegen stark gestiegener Butterpreise Alarm.

Die Franzosen werden für ihre geliebten Croissants womöglich bald tiefer in die Tasche greifen müssen. Frankreichs Bäcker und Kuchenfabrikanten schlugen am Dienstag wegen stark gestiegener Butterpreise Alarm. Der Preis für die wichtige Zutat, die in manchem Gebäck ein Viertel des Rezepts ausmacht, habe sich binnen eines Jahres fast verdoppelt.

"Auf das Jahr gerechnet bedeutet das Mehrkosten von 68 Millionen Euro im Vergleich zu 2016", rechnete Fabien Castanier vom französischen Verband der Keks- und Kuchenbäcker vor. "Die Situation wird sich in den kommenden Wochen leider verschlechtern und es besteht die große Gefahr von Versorgungsengpässen bei Butter."

Matthieu Labbé vom französischen Bäckereiverband mahnte, die steigenden Preise müssten auf die Kunden umgelegt werden: "Die Verbraucherpreise für Croissants, Kuchen und Hefezopf müssen sehr schnell deutlich ansteigen."

Die Butterpreise sind wegen der Senkung der Milchproduktion und einer zugleich starken Nachfrage gestiegen. Zugleich beklagen Frankreichs Bauern, dass ihnen für ihre Milch immer noch kein kostendeckender Preis gezahlt wird. Unter anderem drücken große Lagerbestände von Milchpulver in Europa die Preise.