Genuss
19.02.2018

Warum ein Kichererbsen-Engpass droht

Hummus wird immer beliebter – doch Missernten könnten die Preise antreiben.

Das bekannteste Gericht aus ihr ist wohl Hummus: Die beliebte Paste auf Basis von Kichererbsen erfreut sich zunehmender Beliebtheit und ist mittlerweile in fast jedem Supermarkt zu finden. Nicht zuletzt, seit die orientalische Küche aus dem Nahen Osten mit ihren Mezze – ein Potpourri aus verschiedensten Vorspeisen, die unkompliziert gemischt werden – immer mehr Fans findet. Dazu kommen die ernährungsphysiologischen Vorzüge der Pflanze: Protein, viel Eisen, Vitamine und andere Nährstoffe – die Kichererbse gilt nicht nur bei Vegetariern oder Veganer als Superfood.

Von Großbritannien ausgehend verbreitet sich derzeit die Angst um einen Kichererbsen-Engpass, in deren Folge bereits eine Hummus-Krise befürchtet wird, inklusive Preissteigerungen. Ein britisches Handelsmagazin meldete, dass der Hummus-Preis 2017 auf der Insel bereits um zwölf Prozent gestiegen sei. Die Folge: Auch in Ländern wie dem Libanon fürchten die Konsumenten um ihren Hummus und Händler berichten, dass auch sie mit steigenden Preisen für Kichererbsen rechnen, berichtete die Süddeutsche Zeitung.

Indien und Mexiko von Wetterextremen betroffen

Hintergrund sind Missernten, die die Hauptproduktionsländer aufgrund von ungewöhnlichen Witterungsbedingungen ereilten: In Indien, immerhin Hauptproduzent, war es Dürre, in Mexiko Frost. Die Wetterextreme schädigten die Pflanzen – und minimierten die Ernte.

Wissenschafter der US-Universität Vermont heizen die Debatte weiter an: Sie prognostizieren, dass schlechte Ernten in Zukunft öfter vorkommen könnten, da die in trocken-heißem Klima am besten gedeihende Pflanze sich an Klimawechsel schlecht anpassen würde.

So gelingt cremiges Hummus

Hummus erzeugt einen ähnlichen Suchtfaktor wie Haselnuss-Schokocremen. Im Sommer lässt sich die Kichererbsencreme in Tupperware abfüllen und ins Schwimmbad mitnehmen.

Zutaten:
1 Dose Kichererbsen, gekocht (260 g Abtropfgewicht)
75 g Tahin
75 ml Wasser
50 ml Olivenöl
1/2 gepresste Knoblauchzehe
1 EL Zitronensaft
1 Messerspitze Kreuzkümmel, gemahlen
Salz

Alle Zutaten in einen hohen Becher geben und pürieren. Wenn das Hummus zu dick ist, ein bisschen Wasser hinzufügen. Star-Köchin Haya Molcho verwendet übrigens Eis-Schnee für mehr Cremigkeit.

Dazu passen Pita, Oliven oder Gemüse-Sticks.

ACHTUNG: Wer frische Kichererbsen verwenden will, muss diese über Nacht einweichen lassen (mindestens 12 Stunden), dann gut abspülen und unbedingt zwei Stunden lang in frischem Wasser kochen. Rohe Kichererbsen enthalten das unverdauliche Gift Phasin und den Bitterstoff Saponin.