Tim Mälzer vergibt Burgenland als Challenge

The Duc Ngo und Tim Mälzer (r.) bei Kitchen Imposs…
Foto: /MG RTL D/Andreas Friese The Duc Ngo und Tim Mälzer (r.).

Und wieder gab es eine Challenge in Österreich: Tim Mälzer schickte seinen Kitchen Impossible-Kontrahenten ins Burgenland zu Max Stiegl.

Sonntagabend strahlte VOX die neueste Folge seines Koch-Battles "Kitchen Impossible" aus: Dieses Mal matchte sich Tim Mälzer mit The Duc Ngo – dieser musste für seine erste Challenge ins Burgenland. "Was ist das? Sieht aus wie ein Dinosaurier-Ei." Der Berliner Spitzenkoch war recht sprachlos, als er seine erste Kochbox mit dem Gericht zum Nachkochen in der Mole West am Neusiedler See öffnete. Vor sich hatte er einen Klassiker von Haubenkoch Max Stiegl aus dem Gut Purbach: "Hendl in der Blase".

Nach dem Aufplatzen der Blase zeigte "Duc" sich ganz euphorisch: "Ich liebe Hähnchen in dieser Form, wenn es so perfekt gegart ist." Zwar müsse er erst herausfinden, um welches Teil genau und von welchem Tier die Blase stammt, aber dann sei das Ganze doch gar nicht so schwer. "Ich werde Dich so fertig machen, dass der Abstand riesig ist. Danke Tim." Es sollte sich um eine eklatante Fehleinschätzung handeln.

Mälzer steht auf Österreich

Bereits vor einer Woche wählte Tim Mälzer die Hauptstadt als Drehort aus. Und jetzt wieder Österreich, warum? Mälzer antwortet selbst: "Ich schätze diese 'Meute' hier sehr – den Stiegl, Richard Rauch, Hans Neuner, den Exil-Wiener Juan Amador, Mario Lohninger und all die anderen. Das sind so spannende Typen und Persönlichkeiten bei euch." Besonders ist für den TV-Koch und Unternehmer, "dass in Österreich Handwerk und Innovationskraft eine perfekte Kombination eingehen und die Wertschätzung gegenüber den unterschiedlichen Regionen und Traditionen sehr ausgeprägt ist".

Max Stiegl, Gut Purbach… Foto: /Natascha Marakovits Dieses Handwerk sollte dem Autodidakten "Duc" in Purbach zum Verhängnis werden: "Ich weiß nicht, ob ich größenwahnsinnig bin, aber es sieht simpel aus." Stiegl zeigte sich von Anfang an siegessicher und bezeichnete seinen "Schüler" als "lässig", "Bobo" und "schlumpfig". Dieser fühlte sich nicht richtig willkommen, wollte aber sogleich auf einen Kaffee und später sogar auf einen Nachmittagsschlaf gehen. Schießlich habe er ausreichend Zeit "zu chillen".

Mit dem voranstreitendem Verstreichen der Zeit, wirkte Stiegl immer nervöser, obwohl dieser eigentlich relaxt hätte sein könnte. Der Haubenkoch klärte die Zuseher auf, dass das Gericht je nach Größe und Wassertemperatur drei Stunden aufwärts zum Garen braucht. Der Berliner könne es also gar nicht mehr schaffen. Dass ein Promi-Koch vor Brechreiz nicht gefeit ist, bewies "Duc" angesichts der Gerüche in Stiegls Küche, die für Innereien-Spezialitäten landesweit bekannt ist: Zuerst fing der Koch mit chinesischen und vietnamesischen Wurzeln zum Hüsteln an, bis es ihn schließlich ordentlich reckte.

Um 17:32, eine halbe Stunde bevor die Gäste kamen, waren drei Blasen geplatzt, das Hendl immer nocht nicht gar, dafür aber die Gänsestopfleber-Sauce fertig abgeschmeckt.

Trotz hohem Einsatz nach dem Nachmittagsschläfchen vergaben die Stammgäste nur mickrige 3,4 Punkte, Mälzer hatte allerdings zuvor in Berlin mit seinem "Ferkel mit Gundermann, gegrillter Lauch mit Speck in Schweinesud" auch nur 3,3 Punkte kassiert. Also quasi Gleichstand – das Match wird in Vietnam und in den USA entschieden.

Mälzer läuft die Supper runter

Women sell vegetables at a market in Hanoi Foto: REUTERS/KHAM Eigentlich hätte eine entspannende Yoga-Einheit Mälzer zur inneren Ruhe bringen sollen, aber diesem läuft angesichts der Hitze und der Luftfeuchtigkeit "die Suppe runter". Und von Meditation hält er sowieso nichts, weil man dabei nicht reden darf. "Mein Gleichgewicht ist das Ungleichgewicht. Ich brauche keine Energie aufnehmen, ich muss Energie los werden."

Mälzer musste den vietnamesischen Klassiker Bún cha und Frühlingsrollen nachkochen: Allerdings erkannte er die Sauce partout nicht als Sauce, sondern will eine Suppe erkennen. Als er in der Küche auch noch keinen Herd finden konnte, beginnt die Verzweiflung. Wie eine Suppe ohne Herd kochen?

Trotz der vielen Anlaufschwierigkeiten ergatterte Mälzer gute 4,9 Punkte.

Da "Duc" einmal in einem Interview behauptet hatte, dass Burger jeder Depp machen kann, schickte ihn Mälzer in die USA. Tja, aber zu einem guten Burger gehören auch fluffig gebackene Buns, Burger-Brötchen. Ob Anfängerglück oder nicht, der Berliner zeigte sich der Bäckerkunst mächtig und kassierte mit 8,3 Punkten eine Traumbewertung.

Am Ende steht es 11,7 zu 8,2 Punkte – Mälzer verliert schon wieder.

(Kurier) Erstellt am
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