Symbolbild.

© APA/AFP/CATHERINE TRIOMPHE

Rechnung
02/08/2017

US-Restaurant protestiert gegen Einreiseverbot

Im Lokal des US-Fernsehkochs Mark Simmons wird auf alle Rechnungen folgender Satz gedruckt: "Einwanderer haben Ihr Essen gekocht und Sie bedient".

Ein Restaurant in New York hat einen praktischen Weg gefunden, seinen Protest gegen das von US-PrĂ€sident Donald Trump verhĂ€ngte Einreiseverbot gegen BĂŒrger aus sieben Staaten zu verbreiten: Auf den Rechnungen des neuseelĂ€ndischen SpezialitĂ€tenrestaurants Kiwiana im Stadtteil Brooklyn wird auf die lange Einwanderungstradition der USA verwiesen.

Der Satz "Einwanderer haben Amerika groß gemacht (und sie haben ĂŒbrigens heute auch Ihr Essen gekocht und Sie bedient)" steht klein gedruckt am Ende jedes Kassenbelegs. Eine Journalistin des Fernsehsenders NBC war am Sonntag zum Brunch in dem Lokal des Fernsehkochs Mark Simmons. Sie entdeckte den Satz auf der Rechnung und veröffentlichte im Kurzmitteilungsdienst Twitter ein Foto davon – 48 Stunden spĂ€ter war das Bild ein Hit in den Sozialen Netzwerken.

New Yorker Restaurants heißen "FlĂŒchtlinge willkommen"

Auch andere New Yorker Restaurants, von denen viele auf die Arbeit von Einwanderern angewiesen sind, hatten gegen das Dekret protestiert. Einige stellten in ihre Auslagen Schilder mit dem Spruch "FlĂŒchtlinge sind willkommen". Die Initiative Breaking Bread NYC, die sich zur kulturellen VerstĂ€ndigung ĂŒber das Essen engagiert, veröffentlichte eine Liste mit Restaurants, in denen Gerichte aus den sieben von dem Einreiseverbot betroffenen muslimisch geprĂ€gten LĂ€ndern angeboten werden.

Trump hatte mit der Eilverordnung vom 27. JĂ€nner fĂŒr 90 Tage die Einreise von BĂŒrgern aus Iran, Irak, Jemen, Libyen, Somalia, Sudan und Syrien gestoppt. Ein Bundesrichter in Seattle hob das Dekret am vergangenen Freitag vorlĂ€ufig fĂŒr das ganze Land auf, was Trump zu einer Serie von wĂŒtenden Attacken gegen den Richter veranlasste.

Zugleich focht seine Regierung dessen Entscheidung mit einem Eilantrag an. Dieser wird derzeit von einem Berufungsgericht in San Francisco geprĂŒft, das diese Woche seine Entscheidung bekannt geben will. Der Streit dĂŒrfte anschließend vor dem Obersten Gericht der USA landen.

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