Genuss
09.03.2013

S’Zwara

Die wöchentliche Restaurantkritik von Florian Holzer aus dem Freizeit-Kurier

Im Auge hatten Gerald Schedl und Christian Tischler das kleine, urige Musik-Pub mitten im Leopoldstädter Zirkusviertel ja schon seit zwei Jahren. Da war es aber noch nicht zu haben, weshalb die beiden erst einmal das „Gösser-Bräu“ in der ehemaligen Tabakfabrik in Ottakring übernahmen und vor einem Jahr das gutbürgerliche und traditionsbehaftete „Haas Beisl“ in der Margaretenstraße.

Vor drei Wochen war es dann aber so weit: Das Pub wurde endlich frei, die beiden Lokal-Macher übernahmen mehr oder weniger volley und machten daraus ihr „s'Zwara“ – zwar ohne die Pub-Atmosphäre dramatisch zu verändern, allerdings bereichert um ein paar kleinere und größere Bildschirme sowie eine Zapfanlage, die sieben verschiedene Biere spendet. Schließlich ist das „s’wara“ jetzt ja eines der offiziellen „Champions League-Partnerlokale“.

Kulinarisch entfernte man sich vom Vorgänger-Lokal deutlicher, da soll das „s’Zwara“ nämlich eine Art Mittelding zwischen Gösser-Bräu und Haas-Beisl sein, also Wiener Küche mit ein paar Innereien-Spezialitäten einerseits, Burger und Bagels andererseits. Knusprige Blunzenröllchen mit gut gewürztem Rotkrautsalat, zum Beispiel (7,20 €), tadellos gebackenes Kalbsbries mit vorzüglichem Erdäpfelsalat (11,50 €), ein überaus herzhaft angelegtes Kalbsrahmbeuschel (11,90 €) oder eine gebackene Fledermaus, wunderbar saftig und mit Geschick paniert (10,80 €). Und dazu eine Weinkarte, wie sie in Fußball-Bierbeisln selten sein dürfte.

s'Zwara, Wien 2, Schmelzgasse 14, ☎ 01/212 30 00, Mo-Fr 10.30-1, Sa 16-1, So, Fei 16-24, www.zwara.eu