Genuss
08.06.2017

Sushi-Burrito & Seetang-Salat: Asian Fusion im Café Leopold

Das Restaurant im Leopold Museum eröffnet zu Fronleichnam: Clubbetrieb wird es keinen mehr geben.

Derzeit wird noch gebohrt, geschraubt, geklopft. Doch bereits am 15. Juni, zu Fronleichnam, werden im Restaurant des Leopold Museums wieder Gäste bewirtet.

Damit haben die neuen Betreiber des Café Leopold – die Gyoza Brothers, die etwa auch die Ra’mien-Kette führen – das Lokal innerhalb von drei Monaten komplett renoviert.

Das war auch "dringend notwendig", sagte Gabriele Langer, kaufmännische Leiterin des Leopold Museums, bei der Präsentation am Donnerstag. "Die rund fünf Millionen Gäste, die das Lokal in den vergangenen 16 Jahren besucht haben, haben ihre Spuren hinterlassen."

Asiatisch und international

Nun wurde die Küche sowie das Lüftungssystem komplett erneuert, der Boden abgeschliffen und die schweren Teppichvorhänge abgenommen. Die Sitzmöbel sind künftig in elegantem Grau gehalten, das Lokal wird generell heller.

Kulinarisch setzt das Gastronomenquartett Tie Yang, Jun Yang, Dong Ngo und Adam Gortvai auf einen Mix aus asiatischer und internationaler Küche. Ein Highlight sollen etwa die Sushi-Burritos werden (schmecken wie Sushi, haben die Form eines Burritos). Das Signature-Dish "Der Leopold" wird mit Thunfisch, Lachs und Kaviar gefüllt und kommt auf 9,20 Euro. Bei der asiatischen Form des Rindsgulasch werden Karotten und Rettich in Rotwein geschmort, die Speise wird mit Reis serviert (11, 20 Euro).

Da 80 Prozent der Museumsbesucher Touristen sind – und diese durch das Restaurant mehr als bisher angesprochen werden sollen – sind die Museumsbetreiber mit dem Fokus äußerst zufrieden. Es war der internationale Touch und die Verbindung von Kunst und Kulinarik, mit dem sich die Gyoza Brothers gegen ihre Mitbewerber durchsetzen und einen Zehnjahresvertrag fixieren konnten.

Wie berichtet ist derPachtvertrag der Vormieter mit Dezember 2016 abgelaufen. Zunächst war der Heuer-BetreiberAndreas Wiesmüller als Nachmieter im Gesprächgewesen.

Das Lokal wird künftig von zehn Uhr früh bis zwei Uhr nachts geöffnet sein. Das Restaurant wird zum kompletten Nichtraucherlokal. Einen Clubbetrieb wird es nicht mehr geben, sehr wohl aber einen Barbetrieb ab den späten Abendstunden. Dafür sollen neue Events mit dem MuseumsQuartier erarbeitet werden. Die Dachterrasse und der Salon, in dem früher getanzt wurde, sollen für Firmenevents genutzt werden können.

Bar schon eröffnet

Ein bisschen Café-Leopold-Atmosphäre kann man im MuseumsQuartier aber jetzt schon erleben. Die Bar am Wasserbecken wurde zum allgemeinen MQ Summer Opening bereits von den neuen Leopold-Pächtern in Betrieb genommen.

Neben den Sushi-Burittos gibt es hier etwa Banh Mi (vietnamesische Baguette-Sandwiches), Gyoza (gedämpfte Teigtaschen) oder auch Poké Bowl (hawaianische Reisschalen). Offen hat die Bar bis Mitternacht.