Genuss
01.02.2018

Start-up: Eigener Gemüsegarten per Mausklick

Die beiden Kärntner Christoph Raunig und Patrick Kleinfercher bieten freie Ackerfläcken und die Bepflanzung an. Der Kunde muss nur via Mausklick entscheiden, was er anbauen will und wann gegossen werden soll.

Eigenversorgung einmal anders: Die beiden Start-up-Gründer Christoph Raunig und Patrick Kleinfercher haben sich mit myAcker ein neues Geschäftsfeld überlegt – den Online-Gemüsegarten. Dieser ist keinesfalls virtuell, allerdings bestimmt der Kunde via Mausklick, was auf seiner Parzelle passieren soll. Die realen Helferlein Raunig und Kleinfercher sorgen dann für die Umsetzung, die eng mit einem lokalen Gärtner für die Bepflanzung zusammenarbeiten.

"Die Idee lässt sich vielleicht am besten mit einem ferngesteuerten Garten beschreiben", erzählt Raunig im Interview mit dem KURIER. Auf der Homepage wählt der Kunde aus, wie groß sein Gemüsebeet werden soll. Mit 3,90 Euro pro Monat ist man mit einer ein Meter großen Parzelle dabei, das Premium-Paket kostet 29,99 Euro im Monat. "Dann kann der Garten online bepflanzt werden, indem der Kunde sein Gemüse aussucht." Das Anlegen des Gartens erfolgt durch Raunig und Kleinfercher in Echtzeit und natürlich nach Saisonen.

Start-up-Gründer kümmern sich um die Beete

Der Kunde bekommt permanent Informationen über seinen Garten mitgeteilt: über die Qualität des Bodens, ob gegossen werden muss oder ob Schädlinge bekämpft werden müssen. "Es geht darum, dass sich die Leute wieder mit ihren Lebensmitteln auseinander setzen. Wir führen die Befehle aus." Zwar machen die Geschäftspartner Kontrollgänge auf ihrem 6 Hektar großen Acker am Beginn des Mölltales, allerdings ist der Kunde der Eigentümer des Gemüses: "Wenn uns der Kunde nach den Meldungen bezüglich Gießen und Schädlingsbekämpfung nicht mittels weiterem Mausklick beauftragt, greifen wir auch nicht ein. Die Idee ist ja, dass man etwas dabei lernt."

Vergangenen April sind die Kärntner – hauptberuflich Verkaufsleiter und Creative Director – online gegangen, seitdem haben sie 135 Pakete mit dem geernteten Gemüse quer durch Österreich verschickt.