Salz & Pfeffer: Zur Blauen Gans

Foto: Martin Gneth

Die Restaurant-Kritik von Florian Holzer aus dem freizeit-KURIER. Diesmal: Zur Blauen Gans in Weiden

Als das Restaurant "Zur Blauen Gans" Anfang 2010 abbrannte, war das für Burgenlands Gastronomie ein herber Schlag: Eines der besten Lokale der Region war weg, Alain Weissgerber, einer der interessantesten Köche in Ost-Österreich, ohne Arbeitsstätte. Weissgerber ist mittlerweile gleichberechtigter Küchenchef bei seinem Schwiegervater Walter Eselböck (Taubenkobel), die Blaue Gans wurde wieder aufgebaut und unter dem jungen Oliver Wiegand vorige Woche neu eröffnet - nicht mehr im gestylten Landhaus-Ambiente, sondern jetzt hell, schlicht und reduziert, nachgerade skandinavisch. Küchentechnisch wählte Wiegand, der zuvor im Purbacher "Fossil" eine extra-kreative Linie fuhr, eine moderne international-pannonische Küche, ergänzt um Wirtshaus-Klassiker, die hier sicher nicht die schlechteste Wahl sind: Räucheraal-Suppe mit Aal-Knöderln sehr fein (6,50 €), eine großartige Tafelspitz-Roulade ("Cannelloni") mit Sprossen, Kräutern und Jungzwiebeln (8,90 €) oder geschmorter Kalbsschlepp mit Püree und Gänseleber (21 €), Highlight ist aber der "knusprige" Kümmelbraten (die Kruste auch optisch eindrucksvoll) mit exzellenten Kraut-Ravioli (12 €). Tolles Revival.

14.05.201

Zur Blauen Gans, Weiden, Seepark,
0676/423 03 61,
Mo, Di, Fr 11.30-14, 18-22, Sa 12-22,
So 12-21,
www.zurblauengans.at

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(KURIER / Florian Holzer) Erstellt am
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