Genuss
10.06.2017

Salz & Pfeffer: Koinonia Plus

Ein ehemaliger Supermarkt wurde zum tollen Asia Restaurant.

Ein Pan-Asiate mit altgriechischem Namen in der Vorstadt, das klingt nicht besonders erfolgversprechend. Ist es aber. Das Koinonia – das altgriechische Wort bedeutet Gemeinschaft, Gemeinsamkeit – des Koreaners Goang Ho Kim funktioniert am Aumannplatz nun schon seit zehn Jahren prächtig. Jetzt war es Zeit, stadteinwärts zu streben. Der Koreaner übernahm in der Albertgasse eine frühere Filiale eines Diskont-Supermarktes, die irgendwann einmal auch schon Tanzschule und Kaffeehaus war, und ließ sie zu einem wirklich tollen Restaurant umgestalten: mit hohen Räumen, einsehbarer Küche, Balkon und intimen Nischen, zweifellos eines der attraktivsten Asia-Restaurants der vergangenen Monate. Küchenmäßig bleibt man dem Erfolgsprogramm vom Aumannnplatz treu, also Japanisches, Thailändisches und Koreanisches, eher mehr die allgemeinen Renner und weniger die Experimente. Spezialität des „Koinonia plus“ sind aber zweifellos die Rolls, also in Stückchen geschnittene, köstlich gefüllte Maki-Rollen mit speziellem Topping, etwa die Cajun Tuna Roll mit Krabben- und Avocado-Fülle sowie würzig mariniertem Thunfisch oben drauf (9,80 €) oder die Dragon Roll mit Unagi, also gegrilltem, mariniertem Aal (12,60 €). Sehr interessant auch ein Hödup Bap genannter Salat aus Würfeln von rohem Fisch,
Ei-Stich und Salatblättern, die mit Reis und einer scharfen Sauce vermischt werden (11,90 €). Weniger berühmt das Bulgogi, das ein wenig wässrig geriet (11,90 €). Seit Juni gibt’s auch einen großen Schanigarten. Gut, denn wenn’s heiß und schwül ist, passt koreanisches Essen ja besonders.

Koinonia Plus,
Wien 8, Albertg. 39,
Tel: 01/402 43 23,
Mo-So 11-23,
koinoniaplus.at

Max.
Küche 26 35
Keller 6 10
Service 14 15
Atmosphäre 14 15
Preis/Wert 16 20
Familie 3 5
79 100

florian.holzer@kurier.at