Burgenland: Osteria Corso, 7000 Eisenstadt

© Kurier Archiv

Salz und Pfeffer
12/08/2012

Osteria e Vineria del Corso

Florian Holzers Restaurantkritik aus dem Freizeit-KURIER.

Helmut Hager, früher Marketingmanager einer Bank, war als Gast gefürchtet. Nicht zuletzt, weil er sich auskennt und über Wein mehr weiß als die meisten Wirte. Vor drei Jahren hängte er den Manager-Posten an den Nagel, vor sechs Monaten wechselte er die Seite – und wurde selber Wirt. Er übernahm sein früheres Stammlokal, das ehemalige „La Ina“ in der Eisenstädter Fußgängerzone und machte es zur Osteria – simpel, schlicht, gemütlich, ohne Chichi, aber dafür mit einer Italien-Weinkarte, die sich gewaschen hat, mit Weinen aus wirklich jedem Winkel, genussfreundlich kalkuliert, wie man das aus Italien kennt. Die Speisekarte ist winzig, aber dafür fährt Helmut Hager alle drei Wochen nach Italien, um Nachschub zu holen. Gerade bei den Antipasti macht sich das bezahlt, Salami. Prosciutto (!) und Lardo (!) sind weitaus besser als gewohnt, Pilze und Gemüse werden selbstverständlich selbst gebraten (9,90 €). Wunderbar auch die Pasta, etwa mit „Sugo selvatico“, eigentlich eher ein Ragout aus Wild vom Leithagebirge (9,90 €). Piccata milanese aus Schweinsfilet statt vom Kalb, nicht ganz authentisch, aber umso saftiger, die Spaghetti-Beilage dazu braucht kein Mensch (14,90 €), und bei dem Tiramisu vergisst man den Schrott, der unter diesem Namen gereicht wird, nur zu gerne – himmlisch! Neben dem „L’altro vino“ hat das Burgenland jetzt noch einen Top-Italiener.

Osteria e Vineria
del Corso,
7000 Eisenstadt, Hauptstr. 48b,
T  0650/990 72 17,
Di-Sa 16-23,
www.osteria-corso.at
 

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