Rindssuppe im Becher gibt es jetzt auch in Wien

Bone Brox, 1060 Wien
Foto: Bone Brox

Das deutsche Start-up Brox poppt noch bis Ende Februar in Wien-Mariahilf auf: Hungrige können sich an 18 Stunden lang eingeköchelten Rindssuppen satt trinken.

18 Stunden dürfen die Bio-Weidenrinderknochen und Bio-Freilandhendlkarkassen köcheln, bis eine wunderbar würzige und reichhaltige Bouillon entsteht. Bereits vor einem Jahr berichtete der KURIER über die Renaissance der guten, alten Rindssuppe wie bei Oma – das Neue am Geschäftsmodell ist freilich, dass wir diese jetzt to go im Pappbecher genießen.

Bone Brox, 1060 Wien Foto: Bone Brox Begonnen hat der Genuss-Trend bereits vor mehr als einem Jahr in New York, als Hipster und Gesundheitsbewusste bei Marco Canoros Imbiss Brodo Schlange um einen Becher "broth to go" standen. Jetzt gibt es den reichhaltigen Snack auch in Wien zum Mitnehmen: In dem kleinen Lokal in der Mariahilfer Nelkengasse, wo bisher Von Walden seine Steinzeit-Eintöpfe und Backmischungen verkaufte, poppt seit wenigen Wochen das deutsche Start-up Bone Brox auf. Für Veganer gibt es eine fleischfreie Version auf Basis von Pilzen, inspiriert aus der Traditionellen Chinesischen Medizin.

Bone Brox, 1060 Wien Foto: Bone Brox Und so funktioniert's: Wer will, kann die Bouillons pur im Becher (ab 3,90 Euro) trinken oder sie mit wenigen Zutaten wie Algen oder Insekten aufpimpen. Fertige Empfehlungen gibt es auch, wie die Knochenbrühe Weiderind mit Weidebutter, Zimtöl, rohem Kakao und Chilli-Fäden. Außerdem gibt es die Suppe in Gläsern abgefüllt für zu Hause.

Hinter dem Start-up stehen die Berliner Konrad Knops und Jin-Woo Bae, die mit ihrer Idee sogar in der Höhle der Löwen auftraten, allerdings schlugen die Gründer das Angebot der Löwen aus. Für einen Firmenanteil von zehn Prozent boten zwei Löwen 350.000 Euro, das war Knops und Bae zu wenig – nach der Sendung stieg die Investment-Firma Sobremesa mit 500.000 Euro für 13,7 Prozent der Unternehmensanteile ein, wie Focus berichtete.

Bone Brox, 1060 Wien Foto: Bone Brox Was so besonders an den traditionell eingekochten Suppen sein soll? Die Kraftbrühen sollen positiv auf Gelenke, Verdauung oder Haut wirken sowie ein Anti-Aging-Mittel sein, behaupten zumindest Stars wie Gwyneth Paltrow oder Salma Hayek.

Info: Bone Brox, Nelkengasse 8, 1060 Wien, Montag bis Freitag 11 bis 19 Uhr, Samstag 10:30 bis 18:30 Uhr, bis 28. Februar

Die Arten

Suppe ist nicht Suppe

Gemüsesuppe: Die Hauptrolle spielt das Suppengrün (Karotten, Sellerie, Lauch, Petersilie). Sie kann auch aus Resten vom Gemüseputzen zubereitet werden.

Rindsknochensuppe (Bouillon blanc): Knochensuppen werden hauptsächlich aus Rippenknochen vom Rind hergestellt. Dabei ergibt das an den Knochen anhaftendes Fleisch bereits mehr Geschmack. Markknochen aus der Keule müssen roh in Scheiben gesägt werden. Ewald Plachutta empfiehlt Markscheibenknochen in der fertigen Suppe noch einige Minuten leicht wallend zu kochen. Das Mark fördert den Geschmack, erhöht aber den Fettgehalt.

Rindsuppe (Bouillon): Die Suppe wird entweder aus Knochen und Rindfleisch oder nur mit Rindfleisch erzeugt. Die Bouillon wird hochwertiger, geschmackvoller und durch das Rindfleisch erhält man ein Hauptgericht in einem Arbeitsgang.

Rinderkraftsuppe (Consommé): Grob faschiertes Suppen-Rindfleisch (Wade oder Halsfleisch), faschiertes Wurzelwerk, etwas kaltes Wasser und Eiweiß verrühren, 30 Minuten rasten lassen. Mit kaltem Wasser oder besser mit kalter Bouillon blanc aufgießen und unter vorsichtigem Rühren erhitzen. An der Siedegrenze ca. 1 Stunde ziehen lassen. Die Consommé ist absolut fettfrei.

Extrastarke Rinderkraftsuppe (Consommé double): Wie Consommé, nur mit doppelter Fleischzugabe bei gleicher Flüssigkeitsmenge.

(Kurier) Erstellt am
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