Kennzeichnung: Häufigster Mangel bei Lebensmitteln

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Foto: KURIER/Martin Gnedt Am häufigsten wurden 2016 mikrobielle Verunreinigungen und Hygienemängel beanstandet.

145 von fast 27.000 Proben wurden als gesundheitsschädlich eingestuft. Bei 83,1 Prozent gab es laut aktuellem Lebensmittelsicherheitsbericht 2016 keinen Grund zur Beanstandung.

Die Lebensmittelaufsichtsbehörden haben im vergangenen Jahr 26.844 Proben untersucht und bei 83,1 Prozent keinen Grund zur Beanstandung gesehen. 145 Proben wurden als gesundheitsschädlich eingestuft. Im Jahr davor waren es 93 von 29.074 Proben, die als gesundheitsschädlich beurteilt wurden. Das geht aus dem vom Gesundheitsministerium veröffentlichten Lebensmittelsicherheitsbericht 2016 hervor.

Hygienemängel

49 der 145 gesundheitsschädlichen Proben - also rund ein Drittel - wurden wegen mikrobiellen Kontaminationen und Hygienemängeln beanstandet. Fremdkörper und Verunreinigungen fanden sich in 32 Proben. Bei 21 Proben wurden Sicherheitsmängel konstatiert, sie entfielen fast ausschließlich auf Spielwaren. Die häufigsten Gründe für Beanstandungen waren allerdings Kennzeichnungsmängel und Angaben, die „zur Irreführung geeignet“ sind, wie es in dem Bericht heißt. Das betraf 2.531 bzw. 9,4 Prozent der Proben. Die Beanstandungsquote lag insgesamt bei 16,9 Prozent und damit um 0,3 Prozentpunkte höher als im Lebensmittelsicherheitsbericht 2015.

Auch Kosmetika und Spielwaren werden überprüft

In dem Bericht sind die Ergebnisse der Kontrollen enthalten, die nach dem Lebensmittelsicherheits- und Verbraucherschutzgesetz durchgeführt wurden. Sie umfassen nicht allein Nahrungsmittel, sondern zum Beispiel auch Kosmetika und Spielwaren. Die Kontrollen wurden sowohl nach Plan als auch spezifisch nach Verdacht durchgeführt. Dementsprechend unterschiedlich fiel die Quote der Beanstandungen aus: Bei Verdachtsproben wurden 1,8 Prozent als gesundheitsschädlich beurteilt, bei den sogenannten Planproben waren es nur 0,3 Prozent.

Qualität der Durchführung geht vor Quantität der Proben

Die Behörden verfolgen bei der Durchführung von grundsätzlich einen risikobasierten Ansatz, um Schwachstellen aufzudecken. „Mehr Proben bringen nicht automatisch mehr Sicherheit. Risikobasierte Revisionen, die 'richtigen' Planproben, statistisch abgesichert hinsichtlich des Stichprobenumfanges und repräsentativ gezogen sowie gezielte Verdachtsproben sind für eine effiziente und effektive Kontrolle ausschlaggebend“, wird in dem Bericht festgehalten.

(APA / iteu) Erstellt am
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