Johanna Maier macht Tafelspitz

Tafelspitz einmal anders. Das Fleisch wird gesurt und erst danach mit Gemüsen und Gewürzen gegart. Ein schönes Rezept für kühle Herbstsonntage.
Eine Frau hält einen Bund frischer Kräuter in ihren Händen.

Eine Zeitlang baute Johanna Maier ihren Tafelspitz ins große Menü ein. Er war, serviert in einem leichten Fond mit viel Gemüse und einer Schnittlauchsauce auf Joghurtbasis, so etwas wie ein Innehalten in einem von durchwegs nicht immer filigranen Saucen und Aromen geprägten Essen. Gut so, dachte der Gast und schnitt, gabelte und löffelte mit Genuss.

Ein Brötchen liegt in einem weißen Korb unter einer weißen Stoffserviette.

Ein Teller mit einem kunstvoll angerichteten Gericht mit Frucht, Soße und Kräutern.

Ein Teller mit kunstvoll angerichteten Vorspeisen, darunter Rote Bete und Jakobsmuscheln.

Ein Teller mit Hummer, Ravioli und Gemüse in einer hellen Brühe.

Ein Teller mit Fleisch, Ravioli und Kartoffeln in einer braunen Soße.

Ein Teller mit Fleisch, Gemüse und Soße wird präsentiert.

Drei Teigtaschen mit Brühe und grüner Garnitur in einem weißen Teller.

Ein ganzer, gekochter Fisch wird mit Julienne-Gemüse auf einem Teller serviert.

Ein Teller mit Vitello Tonnato und Gemüse in heller Sauce.

Ein Soufflé mit verschiedenen Beeren in einer weißen Tasse.

Ein Dessert mit einer Kugel Schokolade auf einer weißen Creme zwischen zwei Schokoladenböden.

Ein Dessert mit Creme, karamellisierter Kruste und verschiedenen Beeren auf einem weißen Teller.

Ein runder Tisch mit weißer Tischdecke ist für ein elegantes Abendessen gedeckt.

Den Tafelspitz gibt es bei der Maier jetzt auch in der bürgerlichen Stube, bürgerlich, blöder Begriff eigentlich, wenn es um etwas mehr Bescheidenheit und weniger Aufwand bei der Mahlzeit geht. (Andererseits: Haben Sie schon einmal einen sich selbst als Bürgerlichen bezeichnenden Menschen erlebt, der ein Menü beim 3 Sterne-Koch als höchsten Genuss aller möglichen zu bezeichnen sich trauen würde?)

Für die Kurier-Leser, welche gerade keine Zeit haben, nach Filzmoos zu fahren, hier das Rezept für den Tafelspitz nach Johanna Maier, der nicht nur farblich anders daherkommt als sein Wiener Kollege.

Man nehme:

Zutaten für die Beize:

5 Liter Wasser, 200 g Pökelsalz, 3 EL Kümmel, 1 EL weißer Pfeffer, 3 Lorbeerblätter.

In dieser Beize wird Tafelspitz, Schulterscherzel oder Beinfleisch für etwa 5 bis 6 Tage im Kühlschrank mariniert.

Die Zutaten für die Suppe:

1 1/2 Kilo Rindfleisch (siehe oben), 2 Karotten, 1/2 Knollensellerie, 1/2 Lauch, 2 Stangensellerie, 2 Stück Paradeiser, 5 Champignons, 1 Zwiebel, 5 Liter Wasser

1/2 Teelöffel Koriander, 1 Teelöffel Bergpfeffer (aus Johanna Maiers Gewürzsortiment), 3 Lorbeerblätter, 2 Teelöffel Bauerngartensalz (ebenfalls aus Maiers Gewürzsortiment) 1, Teelöffel Liebstöckel, 1 Teelöffel Angelikawurzel

Fleisch aus der Beize heben, in kochendem Wasser 3 Minuten blanchieren. Mit kaltem Wasser abspülen. Nun wird das Fleisch in zirka 4 Liter Wasser zugestellt und gemeinsam mit Gemüse und Gewürzen aufgekocht. Dann runter mit der Temperatur und alles solange vor sich hinköcheln lassen bis Fleisch und Gemüse gar sind.

Dazu empfehlen sich Schnittlauchsauce, frischer Apfelkren, Rösti und eventuell Markscheiben, damit das Essen nicht zu schlank ausfällt.

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