Es muss nicht immer Margharitha sein.

© /Michael Wissing BFF

Johann Lafer
02/10/2013

Runde Verführer

Pizza. Wie eine geniale Idee die Welt eroberte,und was sonst noch auf das Fladenbrot draufpasst

Was haben eine Königin, arme Bauern und ein italo-amerikanisches Brüderpaar gemeinsam? Sie alle spielen eine wichtige Rolle in der Geschichte der Pizza.

Fladenbrot – im wahrsten Sinne des Wortes die Basis der Pizza – wurde bereits in der Antike gerne gegessen. Die einschneidende kulinarische Veränderung ist aber armen Bauern zu danken: Um 1520 fanden Tomaten aus Südamerika über den Seeweg ihren Weg nach Italien, wo sie lange als giftig galten. Doch in der Not frisst der Teufel Fliegen, und so begannen die verarmten Bauern um Neapel, ihre bisher trockenen Teigfladen mit den Paradeisern zu belegen –die Pizza war geboren.

Rot - weiß - grün

Lange haftete ihr der Ruf eines Arme-Leute-Essens an– bis König Umberto 1889 mit seiner Frau Margharitha zu Besuch nach Neapel kam: Für die Königin kreierte Pizzabäcker Raffaele Esposito eine Pizza in den italienischen Nationalfarben Rot, Weiß, Grün mit Tomaten, Mozzarella sowie Basilikum und gab ihr den Namen „Margharitha“. Die Königin war begeistert – die Pizza salonfähig.

Anfang der 20. Jahrhunderts wanderte das Pizza-Rezept schließlich mit italienischen Immigranten in die USA aus, wo das Brüderpaar Celantano 1957 die erste Tiefkühlpizza auf den Markt brachte.

So gelingt der Pizzateig

Die Germ zerbröckeln und in einer großen Knetschüssel mit 250 ml lauwarmem Wasser verrühren. Mehl, Salz und Olivenöl zur Germ geben und verkneten. Den Teig mindestens 10 Minuten kräftig durchkneten, in vier gleich große Stücke teilen, zu Kugeln formen, mit Mehl bestäuben und zugedeckt an einem warmen Ort 30 Minuten gehen lassen.

Backofen auf 275 Grad vorheizen (Umluft 250 Grad).

Die Teigkugeln auf einer bemehlten Arbeitsfläche auf jeweils 20 cm Durchmesser ausrollen. Einen etwas dickeren Rand formen. Nochmals 10 Minuten gehen lassen. Die belegten Pizzen mit einem dünnen Blech von der Arbeitsfläche heben und im heißen Ofen 10 bis 12 Minuten backen. Mit Olivenöl beträufeln, salzen, pfeffern, frisches Basilikum darüberstreuen.

Gutes Gelingen wünscht
Johann Lafer

Für Genießer

Pizzateig

½ Würfel frische Germ (21 g), 400 g Mehl, ½ Tl Salz, 1 El Olivenöl, Mehl zum Bearbeiten.

Kürbis-Pizza mit Chorizo und Rucola

300 g Muskatkürbis, 30 g Butter, 100 ml Geflügelfond (Glas), Salz, Pfeffer aus der Mühle, 1 Zweig Oregano, 200 g Chorizo (scharfe, spanische Paprikawurst), 150 g Rucola, 150 g Gryuère-Käse.

Kürbis schälen, entkernen, grob würfeln. Butter in einem Topf erhitzen, Kürbis darin andünsten. Mit dem Fond ablösche, bei geschlossenem Deckel und mittlerer Hitze garen. Fein pürieren, salzen, pfeffern und Oregano-Blätter unterrühren. Chorizo in Scheiben schneiden, Rucola waschen, trockenschleudern, grob hacken. Die ausgerollten Pizzaböden mit Kürbis-Püree bestreichen und Chorizo und Rucola belegen. Gryuère raspeln, darüber streuen. Wie angegeben backen.

Lauch-Pizza mit Trüffel

2 Stangen Lauch, Salz, 200 g Crème fraîche, Pfeffer aus der Mühle, 20 g schwarzer Trüffel, 30 ml Trüffelöl.

Lauch längs aufschneiden, waschen, in Streifen schneiden. In reichlich Salzwasser 2 Minuten kochen, abgießen und in kaltem Wasser abschrecken.Creme fraîche mit Salz und Pfeffer abschmecken und auf die ausgerollten Pizzaböden streichen. Lauch darüber streuen und mit dünn gehobelten Trüffelscheiben belegen. Mit Trüffelöl beträufeln, salzen und pfeffern. Wie angegeben backen.

Gorgonzola-Pizza mit Feigen und Parmaschinken

200 g cremiger Gorgonzola, 12 frische Feigen, 100 g Walnusskerne, 16 Scheiben Parmaschinken, Salz, Pfeffer aus der Mühle.

Gorgonzola in kleine Stücke teilen und auf den ausgerollten Pizzaböden verteilen. Feigen waschen und vierteln. Walnusskerne grob hacken. Feigen, Walnusskerne und Parmaschinken auf dem Gorgonzola verteilen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Wie angegeben backen.

Pizza mit Mango und Entenbrust

1 reife Mango, 20 g frischer Ingwer, 1 kleine rote Chilischote, Salz, Pfeffer aus der Mühle, 2 Entenbrüste, 4 Stangen Frühlingszwiebeln.

Mango schälen, grob würfeln, Ingwer schälen, fein reiben. Chilischote halbieren, entkernen und fein würfeln. Mango mit Chili und Ingwer in einem Topf unter Rühren einkochen. Das Mus salzen, pfeffern und auf die ausgerollten Pizzaböden streichen. Entenbrüste in dünne Scheiben schneiden. Frühlingszwiebeln putzen, waschen, in Ringe schneiden. Beides auf den Pizzen verteilen und mit Salz und Pfeffer würzen. Wie angegeben backen.

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