Genuss 04.03.2018

Grammelnudeln

Delikat Essen: Grammelnudel © Bild: Theresa Schrems/Pichler Verlag/Montage:Jahner/theresa schrems,Chet_W/Getty Images/iStockphoto

Nose to tail – das Tier von der Nasenspitze bis zum Schwanz komplett zu verarbeiten – bedeutet, auch das Fett zu verwenden. So, wie es unsere Omas ohnehin immer gemacht haben.

Für den Teig Mehl, Wasser, Ei, Öl und Salz zu einem glatten Teig verkneten. Zu einer Kugel formen, in Frischhaltefolie wickeln, 30 Minuten rasten lassen.
Für die Fülle die Erdäpfel kochen, schälen und passieren. Die Grammeln klein hacken. Den Bärlauch kurz überkochen, gut abtropfen lassen, leicht ausdrücken und fein schneiden. Alles gut vermengen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche dünn ausrollen. Mit einem Löffel in einer Reihe Häufchen aus Fülle draufsetzen. Den Teig zusammenklappen, die Ränder gut andrücken und mit einem runden Ausstecher Halbmonde ausstechen. Den restlichen Teig wieder zusammenkneten und nochmals auswalken und füllen.
In einem breiten Topf Wasser zum Kochen bringen, salzen. Die gefüllten Nudeln einlegen und ca. 10 Minuten sanft köcheln lassen. Inzwischen die Butter in einer Pfanne schmelzen und vorsichtig leicht braun werden lassen. Die Nudeln mit einem Lochschöpfer herausheben, abtropfen lassen, in der Butter schwenken. Anrichten, mit der restlichen Butter beträufeln.

ZUTATEN
für 4 Personen

Für den Teig:
300 g glattes Mehl
eine Prise Salz
1/16 l lauwarmes Wasser
1 Ei
1 EL Sonnenblumenöl

Für die Fülle:

300 g mehlige Erdäpfel
100 g Grammeln
100 g Bärlauch (ersatzweise junger Spinat)
Salz, Pfeffer

Extra: 2-3 EL Butter

Aufwand: ***| Zubereitungszeit: 1 Stunde|
Preis: * | Kalorien: ca. 600 kcal/Person

Aus dem Buch „Kochen mit Schmalz und Grammeln“, Pichler Verlag, 18 € www.styriabooks.at
TIPP: Grammeln selbst herstellen („auslassen“): rohen Schweine-Rückenspeck in 1-cm-Würfel schneiden, in eineTopf langsam erhitzen, dabei immer wieder umrühren. Nach ca. 1 Stunde abseihen, Grammeln ev. auspressen, Schmalz in ein Glas füllen.
heidi.strobl@kurier.at

( kurier.at ) Erstellt am 04.03.2018