Genuss
22.01.2018

1.100 Euro: Studenten in Venedig abgezockt

Vier japanische Studenten sind in Venedig von einem Wirten böse abgezockt worden. Venedigs Bürgermeister Luigi Brugnaro zeigt im Gegensatz zu einem ähnlichen Vorfall im November vorerst Einsicht.

1.100 Euro für vier Koteletts, vier Fischplatten und ein wenig Mineralwasser in einem einfachen Restaurant in Venedig: Das schien vier japanischen Studenten, die in Bologna studieren, doch zu viel. Sie zeigten daraufhin den Restaurantinhaber, einen Ägypter, bei der Polizei an.

Der Fall, von dem der Sprecher einer Bürgerplattform "Gruppe 25 Aprile", Marco Gasparinetti, berichtete, sorgt für neue Polemik um Restaurants in Venedig, die Touristen prellen. "Wir werden dem Fall nachgehen. Sollten die Vorwürfe bestätigt werden, werden wir den Restaurantinhaber bestrafen", betonte der Bürgermeister von Venedig Luigi Brugnaro.

Im November hatten sich drei asiatische Touristen beschwert, weil sie in einem Restaurant nahe dem Markusplatz 526 Euro für ein Mittagessen zahlen mussten. Der Restaurantinhaber habe sie geprellt, weil sie kein Italienisch sprachen und die Speisekarte nicht verstehen konnten, hatten sich die Touristen in einem Schreiben an Brugnaro beklagt.

Der Bürgermeister hatte daraufhin die asiatischen Touristen als "Bettler" bezeichnet. "Die Touristen haben Hummer und Austern vertilgt und nichts auf dem Teller gelassen. Wer nach Venedig kommt, muss wissen, dass er in Venedig ist und dafür etwas ausgeben muss. Touristen, ihr seid in Venedig willkommen, doch ihr müsst ausgeben!", so der Mitte-rechts-Bürgermeister.

Übrigens hatte sich Brugnaro im November über die Espresso-Preise am Wiener Flughafen beschwert.