Genuss 14.11.2017

Fanfare ist zurück und schmeckt wie damals

© Bild: Fanfare

Der Lebensmittelkonzern Mars Austria bringt anlässlich seines 50-jährigen Bestehens "das Stück Wiener Backtradition" in die Supermarktregale zurück. Achtung: Nur als Limited Edition.

Die schrulligen Großtanten und Großonkeln bescherten bei Sonntagsbesuchen mit After Eight und Mon Chérie für ausgiebiges Augenrollen angesichts der Schärfe von Minze und Branntwein. Wohlmeinendere Verwandte schenkten lieber Katzenzungen, Mannerschnitten oder die Haselnuss-Röllchen Fanfare – die Kinder der Siebziger und Achtziger dürfen jetzt aufjubeln, denn die Kult-Süßigkeit kehrt als "Limitied Edition" zurück.

Anlässlich seines 50-jährigen Jubiläums setzt der Lebensmittelkonzern Mars Austria auf die Röllchen, die einst als "Stück Wiener Backtradition" bezeichnet wurden. 1973 führt der Konzern die Nascherei in Österreich ein, Anfang der 90er verschwand dann diese sukzessive vom Markt. Seit dieser Woche ist die Kult-Süßigkeit bei Hofer (2,49 Euro pro 150 Gramm-Packung) erhältlich, bereits seit vergangener Woche bei Billa, Spar und Merkur. Der Vorrat sollte rund zwei Monate reichen. Wie viele Packungen genau in den Verkehr gebracht wurden, wollte Mars Austria nicht verraten.

Die unauffällige Verpackung schaut etwas anders aus als in den 80ern: Das gediegene Holz-Portal, das an Wiener Traditionskonditoreien um die Jahrhundertwende erinnert, ist verschwunden. Geschmacklich kommt die Neuauflage fast an das Original heran: Die Rezeptur ist weniger süß und weniger fett, leider auch weniger nussig. Mars Austria erklärt, dass früher ganze Haselnussstückchen für die Zubereitung der Creme verwendet wurden, wegen strengerer Richtlinien (u.a. Allergene) wird für die Neuauflage auf eine Haselnusspaste zurückgegeriffen.

Aufmerksamkeit durch leidenschaftliche Fans

Bis 2004 produzierte das Mars Austria-Werk in Breitenbrunn für Österreich und Deutschland Fanfare. 14 Jahre mussten Fans auf die Rückkehr warten – mit den Jahren machten u.a. Crispy Rolls (freilich mit Milch-Füllung) und ab 1998 Amicelli dem Kult-Produkt Konkurrenz, übrigens ebenfalls Produkte aus dem Hause Mars, die in der Süßwarenfabrik für den weltweiten Export produziert werden.

Immer wieder sorgen Fan-Gruppen für die Wiedereinführung von kultigen Lebensmittel: Besondere Aufmerksamkeit erfuhr das Absetzen von Tschisi im Jahr 1999 und dessen Revival im Jahr 2013. Innerhalb der ersten Verkaufswoche setzten die Supermärkte 1,7 Millionen Stück des kultigen Eis am Stiel ab. Im Jahr 2015 kehrte schließlich der Plattfuß in Österreichs Kühltruhen zurück.

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Kultige Süßigkeiten aus unserer Kindheit

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( kurier.at , kaa ) Erstellt am 14.11.2017