Genuss
16.03.2016

Feinschmecker: Das sind Österreichs beste Restaurants

Falstaff kürt Wiener Gourmettempel mit 100 Punkten - 16.000 Feinschmecker haben abgestimmt.

Am Mittwoch wurden die Ergebnisse des aktuellen Falstaff Restaurantguides in Wien präsentiert. Das Steirereck wurde als einziges Restaurant mit dem Maximalergebnis von 100 Punkten bewertet. Im Jahr 2015 musste sich das Wiener Restaurant noch ex aequo mit 99 Punkten dem Landhaus Bacher in Niederösterreich den ersten Platz teilen. Insgesamt haben die 16.000 Mitglieder des Falstaff-Gourmetclubs 1.645 Restaurants getestet.

Die zehn Punktesieger –Gesamtwertung für Österreich:

Platz Punkte Restaurant Bundesland
1 100 (Essen 50) Steirereck Wien
2 99 (Essen 50) Döllerer Salzburg
2 99 (Essen 50) Landhaus Bacher Niederösterreich
2 99 (Essen 50) Obauer Salzburg
3 98 (Essen 50) Saag Kärnten
4 98 (Essen 49) Paznauner Stube Trofana Royal Tirol
4 98 (Essen 49) Silvio Nickol Wien
5 98 (Essen 48) Griggeler Stuba Vorarlberg
5 98 (Essen 48) Ikarus Hangar-7 Salzburg
6 97 (Essen 49) Johanna Maier & Söhne Salzburg
7 97 (Essen 49) Simon Taxacher Tirol
7 96 (Essen 49) Alexander Tirol
8 96 (Essen 49) Verdi Oberösterreich
9 96 (Essen 48) Almhof Schneider Vorarlberg
9 95 (Essen 49) Konstantin Filippou Wien
9 95 (Essen 49) Senns Restaurant Salzburg
9 95 (Essen 49) Stüva Tirol
10 95 (Essen 48) Mraz & Sohn Wien
10 95 (Essen 48) Pfefferschiff Salzburg
10 95 (Essen 48) T.O.M Pfarrhof Steiermark
10 95 (Essen 48) Tanglberg Oberösterreich
10 95 (Essen 48) Triad Niederösterreich

Die fünf besten Köche

Gleich fünf Köche haben in Österreich die höchste Punkteanzahl in der Kategorie "Essen" erhalten.

Heinz Reitbauer

Thomas Dorfer

Andreas Döllerer

Karl und Rudi Obauer

Hubert Wallner

Überraschende Bundesländer-Wertung

Die größte Überraschung gab es im Burgenland: Der Taubenkobel wurde erstmals seit Jahrzehnten vom Siegerstockerl im Bundesländer-Ranking geholt. Gewonnen hat dieses Jahr das Restaurant Gut Purbach – Max Stiegl fährt hier eine kompromisslose Küchenphilosophie und verwertet stets das ganz Tier. Beide Restaurants liegen zwar in der Gesamtwertung gleichauf, das Gut Purbach hat jedoch einen Punkt mehr in der Küche, was entscheidend für den Bundeslandsieger ist.

Wien: Restaurant Steirereck

Niederösterreich: Landhaus Bacher

Burgenland: Gut Purbach

Oberösterreich: Restaurant Verdi

Steiermark: T.O.M. Pfarrhof

Kärnten: Seerestaurant Saag

Salzburg: Döllerer & Obauer ex aequo

Tirol: Paznauner Stube Trofana Royal

Vorarlberg: Griggeler Stuba

So hat der Restaurantführer Gault & Millau bewertet

Gault & Millau: Die besten Restaurants des Landes

VIER HAUBEN, 19 Punkte

Karl und Rudolf Obauer, Obauer, Werfen (S)

Eindrucksvolle Verteidiger der regionalen Küche: Seit mehr als zwei Jahrzehnten halten die Brüder ihre vier Hauben.

Heinz Reitbauer, Steirereck im Stadtpark (W)

Ein Abendessen im Steirereck bleibt stets unvergesslich: Der Vier-Hauber bleibt die unangefochtene Nummer eins in Wien.

Simon Taxacher, Simon Taxacher, Kirchberg in Tirol

Dank seiner Detailverliebtheit und technischen Perfektion verteidigt der Tiroler zum dritten Mal in Folge seine vier Hauben.

Drei Hauben, 18 Punkte

Thomas Dorfer, Landhaus Bacher, Mautern (NÖ)

Der Schwiegersohn von Lisl Wagner-Bacher ist nun aus ihrem Schatten getreten: Noch nie kochte ihr Nachfolger so überzeugend.

Andreas Döllerer, Döllerer, Golling (S)

In seiner Cuisine Alpine dreht sich derzeit alles um Fermentation und Verkohlung. Die Tester wünschen ein klares Ziel.

Alexander Fankhauser, Alexander, Fügenberg (T)

Mit ungebrochener Freude, Talent und Können überzeugt der launige Fernsehkoch aus Hochfügen mit bodenständiger Spitzenkochkunst.

Konstantin Filippou, Konstantin Filippou, Wien

Sein Mix aus mediterraner und heimischer Küche überzeugte den Restaurantführer so sehr, dass er ihn zum Koch des Jahres machte.

Harald Irka, Saziani Stub'n, Straden (ST)

Seine Kreationen sind von faszinierender Aromenvielfalt, die zu wirken beginnt, bevor man von ihr gekostet hat - ein Punkt mehr.

Silvio Nickol, Silvio Nickol Gourmet Restaurant, Wien

Für die Tester war jeder Bissen ein sanfter Kontakt mit einer seltenen Geschmackswelt. Ein bisschen mehr und er ist ganz oben.

Martin Sieberer, Paznaunerstube, Ischgl

Tirol hat einen neuen Star: Ein Punkt mehr für seine schöpferische Virtuosität, präzise Klarheit und liebevolle Achtsamkeit.

Alain Weissgerber, Taubenkobel, Schützen am Gebirge (B)

Mit spielerischer Leichtigkeit findet er die Balance zwischen Avantgarde und Klassik, so wird der Besuch zu einem Abenteuer.

Christoph Zangerl, Tannenhof, St. Anton am Arlberg (V)

Die einzelnen Geschmackskomponenten bleiben bei jedem Gang erkennbar, sein Spieltrieb geht nie zu weit – ein Punkt mehr.