0,5 Liter Cola Life kommt auf elf Stück Würfel Zucker (34 Gramm).

© APA/EPA/BART MAAT

Stevia
02/17/2016

Grünes Coca-Cola: ein Drittel weniger Zucker

Mit Coca-Cola Life kommt am 17. Februar das dritte kalorienreduzierte Cola auf den österreichischen Markt.

von Anita Kattinger

Ein halber Liter enthält 18 Stück Würfelzucker – was in Cola steckt, ist längst kein Geheimnis mehr. In zahlreichen Ländern sieht sich der Getränkekonzern mit Steuern auf Limonaden oder anderen Maßnahmen gegen Fettleibigkeit konfrontiert. Bereits 1983 führte der Konzern seine zuckerfreie Light-Variante ein, deren Süße durch das chemische Süßungsmittel Aspartam hervorgerufen wird. 23 Jahre später folgte Coca-Cola Zero. In beiden steckt Aspartam, allerdings unterscheiden sich die Marketingkonzepte: Cola Light ist auf die Zielgruppe Frauen zugeschnitten, Zero auf die Männer. Gender-Marketing heißt das Zauberwort.

Weniger Kalorien, weniger Aspartam

Nun möchte der Limonadenhersteller mit dem neuen kalorienreduzierten Coca-Cola Life den österreichischen Getränkemarkt aufmischen – mit viel Tamtam wird am 17. Februar die Markteinführung im Wiener Museumsquartier offiziell gefeiert. Bisher verkaufte nur Julius Meinl am Graben das Brausegetränk, das sich dort bereits besser verkauft als Cola Light.

Die Farbe Grün und der Name Life geben das Programm vor: Das neue Cola soll nicht mit Chemie und schon gar nicht mit Übergewicht in Verbindung gebracht werden. Die "grüne" Variante spricht die gesundheitsbewussten Lifestyle-Menschen an, denn der neue Drink besteht aus dem südamerikanischen Kraut Stevia. In Südamerika wurde das Cola Life bereits vor zwei Jahren eingeführt. Der Konzern setzt das Süßungsmittel auch für Sprite ein.

Stevia hat einen geschmacklichen Nachteil: Es schmeckt bitter. Aus diesem Grund besteht das neue Cola auch nicht zu 100 Prozent aus Stevia. Der Vorteil: Steviolgylcoside beeinflussen nicht den Blutzuckerspiegel und sind praktisch kalorienfrei. Im Gegensatz zu Rüben- und Rohrzucker verursacht Stevia auch kein Karies. Seit der Zulassung im Dezember 2011 gibt es einige Produkte, vor allem Limonaden, die auf die "natürliche Süße" setzen. Wobei der Begriff natürlich durchaus kritisch zu betrachten ist, denn die EU erteilte nicht die Genehmigung für die Pflanze, sondern für deren Inhaltsstoffe Steviosid und Rebaudiosid. Diese müssen aus der Pflanze extrahiert und als E 960 (Steviolglycoside) den Lebensmitteln zugesetzt werden. Ohne Chemie geht das nicht.

Rote Ampel für grünes Cola

Die Verbraucherzentrale Niedersachsen warnte bereits vergangenes Jahr vor dem bedenkenlosen Genuss und vergab eine rote Ampel für das grüne Cola: Schon ein halber Liter Stevia-Cola überschreitet die von der WHO empfohlene Zuckermenge pro Tag. Ein halber Liter Cola Life kommt nämlich trotz Zuckerreduktion und des Einsatzes von Stevia auf elf Stück Würfel Zucker (34 Gramm). Kurz nach dem Start und der Schelte der Konsumentenschützer in Deutschland kündigte der Limonaden-Konzern an, die Rezeptur auf nur 50 Prozent des herkömmlichen Colas reduzieren zu wollen.

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