Genuss
15.09.2017

Campari denkt an Verkauf der Softdrink-Sparte

Durch den Verkauf seiner bekannten Softdrink-Markenwie Campari, Crodo oder Lemonsoda erhofft sich das Unternehmen Einnahmen in Höhe von 100 Millionen Euro zu lukrieren. Derzeit ist der Konzern mit rund 50 verschiedenen Marken auf 190 Märkten vertreten.

Im Rahmen eines Plans zur Straffung seines Markenportfolios denkt der italienische Spirituosenhersteller Campari an eine Trennung von der Softdrink-Sparte. Marken wie Lemonsoda, Oransoda, Mojito Soda und Crodo sollen Interessenten angeboten werden, berichtete die Mailänder Wirtschaftszeitung "Sole 24 Ore" heute, Freitag.

100 Millionen Euro könnte das Mailänder Unternehmen Schätzungen zufolge beim Verkauf der Softdrink-Sparte eintreiben. Unverbindliche Angebote könnten noch bis Ende September eingereicht werden, berichtete das Blatt. Campari will sich stärker auf global ausgerichtete Marken wie Aperol und Campari fokussieren.

Zuletzt hatte sich das börsennotierte Unternehmen unter der Leitung des Auslandsösterreichers Bob Kunze-Concewitz bereits von mehreren Weinmarken getrennt, darunter Sancerre und Carolans. Auch Immobilien im Wert von 228 Millionen Euro hatte Campari nach der Akquisition des börsennotierten französischen Konkurrenten Marnier Lapostolle im vergangenen Jahr abgestoßen.

Bis Ende 2017 rechnet Campari mit einem kräftigen Ergebnisplus. Im ersten Halbjahr 2017 kletterte der Umsatz um 13,5 Prozent auf 844,7 Millionen Euro. Der Vorsteuergewinn (EBITDA) stieg gegenüber dem Vergleichshalbjahr 2016 um 11,5 Prozent auf 191,7 Millionen Euro. Der Nettogewinn legte um 21,1 Prozent auf 93,5 Millionen Euro zu.

Der 1860 gegründete Campari-Konzern ist als Nummer sechs der Welt positioniert und punktet mit seinem breit diversifizierten Portfolio. Mittlerweile ist der Konzern mit mehr als 50 verschiedenen Marken auf 190 Märkten vertreten. Zum Portfolio des Unternehmens zählen Marken wie Aperol, Skyy und Wild Turkey. Campari will mit organischem Wachstum und mit Akquisitionen weiter expandieren.