freizeit | Salz und Pfeffer
14.01.2017

Salz & Pfeffer: Kussmaul

Kussmaul, Wien 1 © Bild: KURIER/Gilbert Novy

Mario Bernatovic' Lokal ist vom Spittelberg in die Innenstadt übersiedelt.

Da ist es wieder, das Kussmaul, halt an anderer Stelle. Wir halten fest: Mario Bernatovic, Küchenchef des im Juli 2014 eröffneten Multifunktions-Lokals am Spittelberg, verließ das Unternehmen im Frühling 2016; das Designerlokal ging in eine halbjährige Sommerpause, machte im Advent unter der Leitung von Harald Brunner unter dem Namen „Das Spittelberg“ wieder auf; Bernatovic übernahm seinerseits das „Merlo“ in der Bäckerstraße und eröffnete zum Jahreswechsel. Das neue „Kussmaul“ ist bescheidener angelegt – in dem von außen nicht einsehbaren Gewölbe fanden eine Cocktailbar mit einem Sortiment von 150 Weinen der Kategorie „bio“ und „natural“ sowie ein Lounge-artiges Restaurant Platz. Letzteres mit kleiner Karte von 16 Gerichten, dazu gedacht, dass man sie in die Mitte des Tisches stellt und gemeinsam zu einem guten Glas Wein nascht.
Besonders gut gelingt das bei einer Variation der Mangalitza-Blutwurst mit Kren-Yuzu-Sauce (8 €), einem wunderbar winterlichen Enten-Confit mit Preiselbeer, Maroni und orientalisch gewürzten Bröseln (12 €) oder pochierten Austern in mächtiger Muschelsauce, einer der besten Alternativen zur rohen Auster seit Langem (14 €). Das cremige Lammbeuscherl mit flaumigem Topfen-Kapern-Knöderl war schon am Spittelberg super (11 €), ein Stundenei mit Blattspinat und Trüffel-Nage geht eigentlich immer (11 €), und das Schnitzel vom Bio-Kalb ist zwar nicht das billigste in der für Schnitzel legendären Bäckerstraße (Figlmüller, Oswald & Kalb,
Café Alt Wien), aber auch nicht das schlechteste.

Kussmaul,
Wien 1, Bäckerstraße 5,
Tel: 01/286 11 17
Mo – Sa 16-02,
www.kussmaul-vienna.com

Max.
Küche 30 35
Keller 8 10
Service 12 15
Atmosphäre 12 15
Preis/Wert 16 20
Familie 2 5
80 100

florian.holzer@kurier.at