freizeit | Salz und Pfeffer
07.05.2016

Claus Curn im Adamstal

Claus Curn kocht neuerdings im Alpenvorland.

Im Gaupmannsgraben, ein paar Kilometer südlich von Hainfeld, gab es keinen erneuten Wintereinbruch. Dort beginnt der Frühling nämlich generell ein bisschen später. Dennoch befindet sich in dem malerischen Alpenvorland-Tal einer der schönsten Golfplätze des Landes, der erstens dem elffachen Rallye-Staatsmeister Franz Wittmann gehört und zweitens über ein Clubhaus samt Restaurant verfügt. Und hier begann vor einem Monat Claus Curn zu kochen. Curn begeisterte bis vor kurzem im „Purz“-Pavillon neben den Interspot-Studios, der Pachtvertrag lief aber aus, weshalb er sich wieder eine Bleibe in seiner Heimatregion suchte – wo er in den 90ern mit dem „Blauen Hahn“ in Muggendorf und ab 2002 mit dem Gasthof „Kaiser“ in Peisching schon grandiose Wirtshäuser hatte.
Das Konzept blieb auch im Restaurant des Golfclubs gleich: Top-Produkte aus der Region, ein bisschen mediterran, ein bisschen kreativ zubereitet. So gibt’s zum Brot „Alpen-Hummus“, eine köstliche Creme aus Kichererbsen und Bio-Frischkäse und Kräutern. Die Burrata (6,50 €) kommt zwar aus Neapel, wird aber wöchentlich von einem ambitionierten Gemüsehändler im Nachbarort geliefert. Curn kombiniert sie mit Zitronenfruchtfleisch,
Pesto und karamellisierter, eingelegter Zitronat-Zitronenschale – wow! Bärlauchtascherln macht seit 20 Jahren niemand besser (12,40 €),
die hauchdünnen Roggenfladen für den mit Alpenlachs gefüllten „Alpen-Wrap“ bäckt er selbst (12,80 €) und dazwischen gibt’s dann noch „Kleinigkeiten“ wie knusprige Hühnerhaut mit Speck-Marmelade. Und mit etwas Glück ein Côte-de-boeuf vom befreundeten Bauern aus Rohr am Gebirge, mit Frühlingszwiebeln, Knochenmark und panierten Schwarzwurzeln (26 €). Großartig!

Claus Curn im Adamstal,
3172 Ramsau, Gaupmannsgraben 21,
Tel: 02764/350 020,
Mo-So 8-22,
www.claus-curn.at

Max.
Küche 28 35
Keller 6 10
Service 14 15
Atmosphäre 12 15
Preis/Wert 16 20
Familie 5 5
81 100

florian.holzer@kurier.at