glatt & verkehrt

Eine Frau in einem gemusterten Mantel posiert an einem Flussufer.
Naturwolle boomt. Egal, ob Kaschmir oder Merino, als Modehype oder als Klassiker – Gestricktes hat Hochsaison. Und manche Maschen werden sogar weitervererbt – das ist echte Nachhaltigkeit.

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Wollig Weiches rockt den Winter seit Erfindung der Strickmasche. Die Strickkunst, in Form von Flechtgewebe, soll sogar schon im 5. Jahrhundert von den Arabern nach Europa gebracht worden sein – im Mittelalter wachten Zünfte über die Herstellung von Strickwaren. Heute haben verstrickte Tierhaare Hochsaison, egal ob modische Cardigans in Überweite oder sexy, hautenge Kaschmirteilchen. Alpaka, Kaschmir, Angora, Kamelhaar, Merino, Yak, Mohair, Seide oder pflanzliche Baumwolle werden auch immer häufiger handverstrickt.

Eine Frau mit rotem Hut und Handschuhen sitzt auf einem Holzstuhl.

Zum Beispiel von Iris von Arnim. Die Hamburgerin eröffnete soeben einen Pop-up-Store in Wien. Die „Kaschmir-Queen“, sie war eine der Ersten, die diese Wolle in den 1980er-Jahren nach Deutschland holte, strickt mit Leidenschaft Kaschmir in zeitlosen, innovativen Designs und steht für Tradition, Handwerk und Qualität. „Ich entwerfe seit über 30 Jahren Strick. Es sind vor allem Stücke für die Ewigkeit, die eine Mutter an ihre Tochter weitergibt – oder ein Vater an seinen Sohn. Für mich zählt immer der richtige Twist, die Raffinesse liegt im Detail – das kann manchmal sehr subtil sein.“ Seit Neuestem entwirft Iris von Arnim auch Strick für Männer. „Die gehen ja nicht allzu gerne shoppen, soweit ich weiß.“ Und weil die guten Stücke ziemlich kostbar sind, ist auch sorgfältige Behandlung ein Muss. „Jeder Lieblingspulli aus Kaschmir wird mit der Zeit immer besser, wenn man ihn richtig pflegt.

Eine Frau trägt einen pinkfarbenen Pullover und einen passenden Schal.
Eine Frau in einem grauen Strickoberteil mit Rollkragen und einem passenden Rock, betont durch einen breiten schwarzen Gürtel.
Eine Frau in Winterkleidung mit einem Pullover mit Pistolenmotiv steht vor einem weißen Hintergrund.

Die Zauberformel: Tragen, waschen, entpillen, mit dem Fuselrasierer. Nach dem zweiten, dritten Waschgang hat sich das Kaschmir am besten entfaltet. Dann mit dem Kalt-Waschgang im Waschbeutel in der Maschine leicht schleudern, zum Trocknen legen und feucht dämpfen.“ Das klingt einfach. Und wem Kaschmir zu warm ist, der greift zu normaler Schaf- oder Baumwolle. Wie Schauspielerin Nina Proll zum Beispiel. Sie trägt gerne „homy“-Westen aus Wolle von Jones – im schicken Rippenstrick. Wer noch immer nicht genug Wolliges zum Kuscheln hat, legt es sich zu Füßen oder deckt sich damit zu. Auch Decken und Teppiche gibt es jetzt im Grobstrick.

Eine blonde Frau trägt einen gestreiften Pullover und einen dicken Schal.
Eine blonde Frau lehnt an einem Baum in einem Park.
Eine Frau in Lederhose, Stiefeln und Strickjacke posiert vor einem grauen Hintergrund.
Eine braun-orangefarbene Jacke der Marke Vero Moda mit Reißverschlüssen.
Graue Strickjacke mit braunem Rautenmuster und kleinem Logo.
Ein Mann auf dem Laufsteg trägt einen übergroßen, hellblauen Strickpullover mit Kapuze und Fäustlingen.
Rolli mit Fäustlingen von Sibling, www.siblinglondon.com
Ein Mann mit lockigem Haar trägt einen gemusterten Rollkragenpullover, weiße Hosen und braune Stiefel.
Ein blau-grauer Strickpullover mit langen Ärmeln und einer kleinen Tasche.
Ein türkisfarbener Strickschal mit grauen Fransen liegt auf einem weißen Hintergrund.
Eine Frau mit Hut, Jeansjacke und schwarzem Kleid posiert vor einem lila Hintergrund.
Eine pinkfarbene Strickmütze mit Bommel und einem kleinen, farbigen Streifenmuster.
Eine gestrickte Mütze mit einem großen, braunen Bommel.
Eine Frau mit einem gemusterten Kleid, einem Nietengürtel und gestreiften Strümpfen steht vor einem Gitter.
Ein Knäuel türkisfarbene Wolle und ein Strickrahmen mit rotem Stiften und türkisfarbener Wolle.

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