Foodblog der Woche: Leserschweine

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Foto: lesterschweine.wordpress.com

„Von Schwesterlein an Lesterschwein“

Lassen Sie sich vom Titel nicht abschrecken, er entstand aus einer Wortspielerei der Schwestern Hanna und Kati, die sich via blog (lesterschweine.wordpress.com) übers Selberkochen und Fremdessen, autonomes Gemüse und souveräne Ernährung austauschen. „Von Schwesterlein an Lesterschwein“. Die beiden stammen aus Krems und leben in Wien. Die eine kocht für eine sechsköpfige Familie, die andere sorgte bis vor Kurzem nur für sich alleine. Jede Menge einfache, vegane Rezepte, locker lässig dahingeplaudert und bebildert.

II

Lesterschweine über Lesterschweine

Eine Schwester zu haben ist famos. Sehr famos sogar.

afba13_lesterschwestern_duo_sq.jpg Foto: lesterschweine.wordpress.com So beginnt die Geschichte der zwei bloggenden Schwestern. Hanna ist gerade in Kanada auf Auslandssemester, und Kati, die Steak- & Prosciutto-Tigerin, wird währenddessen – vegan! Zurück vereint in Wien haben wir beschlossen, den Weg der Pflanzenkost gemeinsam zu beschreiten und die kulinarischen Abenteuer zu dokumentieren – und zwar via Blog im Emailformat. Von Küchenerfolgen & -misserfolgen über die leiwandsten regionalen Zutaten bis zu vegan-kompatiblen Lokalen in Wien, Berlin, Cesky Krumlov & Co. Noch im Gründungsjahr kürt die Jury des AMA Food Blog Award die Schwestern zum Siegerblog in der Kategorie Vegetarisch & Vegan. Weil: „Wunderbar undogmatisch und herrlich unterhaltsam!“, so Jurorin Theres Rathmanner. Denn wir Lesterschweine wollen mitnichten über die Ernährungsstile anderer Menschen lästern, sondern genießen das gemeinsame kulinarische Entdecken. Hanna wird neben der passionierten Lokalgeherin auch noch zur kochlöffelschwingenden Küchenhexe, auf du und du mit Sellerü & Co. Kati startet wenig später ein eigenes Unternehmen und bietet vegane Kochkurse an. Der Fokus liegt weiterhin auf saisonalem & regionalem Gemüse, das über eine CSA in Herzogenburg und aus einer lokalen Food-Coop von ProduzentInnen im Umkreis von Wien kommt. Damit werden dann bodenständige Gerichte wie Gemüse-Sülzchen oder Szegediner Gulasch, exotische Freuden wie Thai Curry und senegalesischer Erdnusseintopf oder süße Verführungen wie ein Wachau-inspirierter warmer Schokoladenkuchen oder Kürbismuffins aufgekocht und in der Rezeptliste festgehalten. Eine der schönsten Seiten des food-bloggens ist für uns, dass wir immer wieder angeregt sind, neue Gerichte ausprobieren. Wenn es gelingt – super! Wenn nicht – eh wurscht. Ein neuer Blogpost wir es allemal ;-)

Rezept

Von Schwesterlein an Lesterschwein | http://lesterschweine.wordpress.com

Chatreuse vom Wirsing mit Maroni-Pilz-Füllung

1 kl. Wirsingkopf

½ kg Pilze

½ kg Maroni

1 Zwiebel

1 Bund Petersilie

Olivenöl

Salz, Pfeffer

Wurzeljus:
1 kleines Stück Sellerie
1 Zwiebel
2 Karotten
1 Petersilienwurzel
1 Stück Lauch
1 EL Tomatenmark
1 EL Mehl
1 guter Schuss Rotwein
½ l Gemüsebrühe

600g speckige Kartoffeln
frische Kräuter
Salz
Bio-Margarine oder Öl
 

Chatreuse:

  1. Kraut vorsichtig in Blätter zerlegen und 2 Minuten blanchieren, kalt abschrecken.
  2. Maroni ca. ½ Stunde kochen, einschneiden und schälen. Anschließen mit der Gabel oder den Händen zerdrücken.
  3. Pilze klein schneiden, portionsweise scharf in wenig Öl anbraten, zu den Maroni geben. Zwiebel fein schneiden, goldbraun anbraten, zu den Maroni geben, alles mit der gehackten Petersilie mischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken
  4. Die dicken Strünke der Blätter entfernen und jeweils eine kleine Auflaufform mit einem Blatt auslegen. Die Form mit der Fülle füllen, die Ränder der Blätter einschlagen und alles bei ca. 200 Grad im Backrohr oder Dampfgarer 20 Minuten garen. Im Rohr unbedingt ein Backblech mit Wasser auf die unterste Schiene geben.

Wurzeljus:

Für den Wurzeljus das ganze Gemüse bis auf den Lauch schälen und fein schneiden. Die Zwiebel in etwas Öl glasig andünsten, anschließend das restliche Gemüse mitdünsten bis alles etwas Farbe angenommen hat. Dann das Tomatenmark beigeben und anrösten bis es eine bräunliche Färbung annimmt und süßlich zu riechen beginnt. Mit Mehl stauben, einmal umrühren, mit dem Wein ablöschen und mit der Brühe aufgießen. Den Lauch beigeben und mindestens eine halbe Stunde zugedeckt auf kleiner Flamme köcheln lassen. Vor dem Servieren den Lauch entfernen.

Kräuterkartoffeln:

Kartoffeln in kaltem Wasser mit etwas Salz auf mittlerer Flamme zustellen, zum Kochen bringen, abschäumen und weich kochen. Abseihen, kurz ausdämpfen lassen, schälen und grob schneiden und mit Bio-Margarine oder feinem Öl (z.B. Distelöl oder Hanföl oder Nussöl) und einer Prise Salz sowie frisch gehackten Kräutern wie Thymian, Dille, Rosmarin, Salbei, Petersilie, .... mischen.

Mahlzeit!

(KURIER freizeit am Samstag) Erstellt am
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