© Belvedere Wien

freizeit
04/24/2014

Napoleon am großen St. Bernhard, 1801

Sabine Haag, Generaldirektorin des Kunsthistorischen Museums, präsentiert für die freizeit die 100 größten Kunstwerke Österreichs.

von Sabine Haag

Zunächst sollte David, der Sohn eines wohlhabenden Pariser Eisenwarenhändlers, Architekt werden – doch bald kristallisierten sich Sympathie und Talent für die Malerei heraus. Anfänglich kann er sich nicht entscheidend gegen seine Konkurrenten durchsetzen – doch nach den ersten längeren Aufenthalten in Rom und einer Reise nach Neapel wandelte sich künstlerisches Suchen in neoklassizistische Gewissheit: David war fasziniert von römischer Skulptur und den Mythen Homers, wurde Hofmaler des französischen Königs, radikalisierte seine politische Haltung während der Revolution und wurde schließlich zum Propagandisten Napoleons.

Das Bild

Einige Wochen vor dem Sieg über die österreichischen Truppen in Marengo (14.6.1800) überquerte Napoleon in der Nachhut seiner Armee die Alpen – auf einem Maulesel. In der propagandistisch überhöhten Darstellung – sie ist in fünf Versionen überliefert – reitet Bonaparte auf einem prachtvollen Schimmel, dessen vorwärtsdrängende Kraft der Feldherr leichtfüßig zu kontrollieren scheint.

Stürmisch aufbrechende Wolken begleiten die Entschlossenheit des Franzosen, der erst 1804 Kaiser werden sollte, aber schon hier mit einem Platz inmitten Hannibals und Karl des Großen bedacht wurde: Geschickt brachte David deren Namenszüge in den Steinformationen des Bildvordergrundes unter.

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