© Albertina Wien

freizeit
05/09/2014

Apoll auf dem Drachen Python stehend, um 1543-1548

Sabine Haag, Generaldirektorin des Kunsthistorischen Museums, präsentiert für die freizeit die 100 größten Kunstwerke Österreichs.

von Sabine Haag

Francesco de’ Rossi hatte in den 1530er-Jahren den Namen seines Hauptmäzens angenommen: Salviati. In Rom nutzte er die Möglichkeiten eines inspirierenden künstlerischen Umfeldes, das von Michelangelos und Raffaels Innovationen geprägt war. Mit Gemälden, Zeichnungen und Fresken wurde er einer der bedeutendsten Vertreter des florentinisch-römischen Manierismus in Italien, sein Einfluss reichte letztlich aber bis nach Frankreich und in die Niederlande.

Die Zeichnung

Faszinierend, dass Salviati – der als Sohn eines Samtwebers in Florenz geboren wurde – hier ein steinernes Vorbild kopierte! Der sinnlich-pulsierende Körper entstand angesichts einer (nicht ganz vollendeten) lebensgroßen Skulptur Michelangelos.

Dabei legte sich Salviati im Gegensatz zum Vorbild mit der dargestellten mythologischen Figur fest: Nun steht hier eindeutig Apoll, der gerade ansetzt, einen von „Tausenden“ Pfeilen aus seinem Köcher zu nehmen. Er wird den schlangenleibigen Drachen Python zu seinen Füßen töten, den Michelangelo hier überhaupt nicht vorgesehen hatte.

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