© Franz Gruber

freizeit
04/22/2014

Am Herd mit Kristina Sprenger

Die neue Intendantin der Sommerfestspiele Berndorf kocht ein mediterranes Essen nach einem Rezept ihrer polnischen Mutter – „a mediterraner Wahnsinn“.

von Heidi Strobl

Kurz vor unserem Termin ein Anruf von Kristina Sprenger: Kein Schattenparkplatz weit und breit, ob sie denn ihren Hund mitbringen dürfte? Hm!? Geschlecht? Weiblich. Rasse? Magyar Vizsla. Perfekt! Kurz darauf springt die sechs Monate alte Vroni neugierig um meinen Max im Garten herum und wir kommen drauf, dass die beiden sogar weitschichtig verwandt sind. Hundebaby versorgt, Frauerl darf entspannt kochen. „I mach immer Sachen, die schnell gehen.“ Die Thunfischpasta ist ein Rezept ihrer Mutter, die diese immer dann machte, wenn die Familie im gemieteten Bauernhaus in der Toskana angekommen war und Hunger hatte.

Knoblauch schälen, Oliven schneiden. Nach 13 Jahren Soko Kitzbühel, in denen immer von April bis Oktober gedreht wurde, freut sich Sprenger heuer besonders auf einen Sommer in Wien, bzw. in ihrem Domizil in Sooß bei Baden, das sie mit Ehemann und dreijähriger Tochter teilt. Begeistert erzählt die zarte Schauspielerin von der Geschichte des über 100 Jahre alten Theaters in Berndorf – dem ersten Arbeitertheater Europas, erbaut von der legendären Krupp-Familie. Als Intendantin der Sommerfestspiele Berndorf folgt sie dort Felix Dvorak und Michael Niavarani nach. „Katzenzungen“ steht heuer auf dem Programm – das Stück, mit dem Elfriede Ott 1966 für einen Riesenaufreger und für ausverkaufte Vorstellungen sorgte. Premiere ist am 14. August.

Knoblauch anschwitzen. Nudeln kochen. Wasser gesalzen? Nein. Vergessen. Plaudern und kochen zugleich ist gar nicht so einfach, findet Sprenger. Dabei ist sie darin schon fast ein Profi, war sie doch bereits drei Mal in Kochshows à la „Das perfekte Promidinner“ zu Gast. Aber auch Hundebaby Vroni fordert immer wieder ihre Portion Aufmerksamkeit, indem sie entweder versucht, sich vom Arbeitstisch selbst zu bedienen, oder lautstark ihre Meinung sagt.

Sauce abschmecken. „Ohne Salz geht halt nix.“ Dann stellen wir Topf und Pfanne einfach auf den Tisch und essen. „A mediterraner Wahnsinn“, befindet die Köchin selbst und wir stimmen ihr zu.

Thunfisch-Pasta

250 g Pappardelle
1 Bund Petersilie
50 g grüne Oliven
(ohne Kern)
50 g schwarze Oliven (ohne Kern)
2 Dosen Thunfisch in Öl
ca. 700 g Tomaten- Polpa (gehackte, geschälte Paradeiser)
2 Knoblauchzehen
Kräutersalz
Chiliflocken
Pflanzenöl
Salz, Pfeffer
Butter

Knoblauch schälen, klein schneiden. Oliven klein schneiden. Petersilblättchen abzupfen, fein schneiden. In einer Pfanne einen Schuss Öl erhitzen, Knoblauch darin glasig anschwitzen. Chiliflocken nach Geschmack unterrühren. Mit den Paradeisern aufgießen, mit Kräutersalz würzen. Oliven und abgetropften Thunfisch dazugeben, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Zum Schluss Petersilie unterrühren. Die inzwischen bissfest gekochten Nudeln abgießen, mit Butterflocken vermischen, mit dem Sugo anrichten, mit Petersilie bestreuen.

5 Fragen

Ihr Lieblingslokal?
Rudis Beisl, Wien 5. Dort gibt’s das beste Schulterscherzl der Welt.

Gibt es einen prägenden Geschmack aus Ihrer Kindheit?
Mamas klare Rote-Rüben-Suppe mit Pierogi.

Was würden Sie nie essen?
Der Hunger treibt’s eini. Aber Innereien brauch i ned – Kutteln und Nierndln und so was. Rohen Knollensellerie auch ned. Ah ja – und Rosinen!

Welche Küche der Welt ist Ihnen am liebsten?
Die italienische.

Welche Speise vermag es, Sie zu trösten?
Mamas Rindsrouladen.

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