Fitmacher 16.03.2016

Ganzkörper-Training beim Frühjahrsputz

© Bild: Kurier/Gilbert Novy

Hausarbeit ist und bleibt anstrengend. Statt sich den Rücken zu ruinieren, kann man aus dem notwendigen Übel ein effektives Workout machen. Mit Video!

Keine Zeit, in ein Fitnesscenter zu fahren? Kein Problem – wer braucht schon die Muckibude, wenn es Hausarbeit zu erledigen gibt. Vom Schleppen der Haushaltseinkäufe bis zum Fensterputzen gibt es für Mann und Frau genügend Gelegenheiten, aus dem notwendigen Übel etwas Nützliches zu machen. Alles eine Frage der inneren und äußeren Haltung. Wer den Spaßfaktor am Fensterputzen erkennt, wischt die Scheiben nicht nur mit mehr Leichtigkeit, sondern hat am Ende doppelte Freude: an sauberen Fenstern und am Work-out für den Körper. Wichtig ist dabei allerdings, auf die richtige Ausführung zu achten.

KURIER-Fitnesskolumnistin Laila Daneshmandi zeigt in den Videos (unten) vor, was man alles falsch machen kann – Personal Trainerin Claudia Stradner korrigiert, wie es richtig gehört und worauf man achten muss. Die neue Haltung darf gleich beibehalten werden: Das Gelernte kann und sollte so gut wie möglich in die alltäglichen Bewegungsabläufe einfließen – egal, ob man ein Kind in die Höhe hebt oder etwas Schweres aus einem hohen Regal holt. Statt den Rücken zu überstrecken und die Hüfte nach vor zu schieben, ist es wichtig, auf eine gerade Haltung zu achten und den Bauch anzuspannen, um den Rücken und die Bandscheiben nicht unnötig zu belasten. So trainiert man ganz nebenbei mit Alltagstätigkeiten seinen Körper. Wichtig ist: Es darf kein Zwang sein. Wer Spaß daran hat, bleibt länger dran.

Mehr Beispiele gefällig? Sogar das Ein- und Ausräumen des Geschirrspülers kann zur Fitnessübung werden: Bücken ist verboten. Stattdessen werden die Knie gebeugt, der Rücken bleibt gerade, der Bauch wird angespannt und mit jedem Teller werden Po und Oberschenkel ein Stück knackiger.

Das lässt sich noch besser auf den Alltag mit Kindern umlegen. Da tun sich ungeahnte Chancen für Kniebeugen auf: Zählen Sie mit, wie oft Sie Ihr Kind hochheben – bewahren Sie dabei Haltung und freuen Sie sich über das Work-out. Oder machen Sie sogar ein Spiel daraus und nutzen Sie das Kind als Zusatzgewicht – das brennt in den Oberschenkeln.

Achtung beim Heben aus dem Gitterbett: Knie am Bett abstützen, Po rausdrücken, Brustbein heben und Spannung im Körper aufbauen bevor Sie das Kind herausheben. Ihr Rücken wird es Ihnen danken.

Also, von wegen keine Zeit fürs Fitnesscenter, weil zu viel im Haushalt zu tun ist. Wer auf die richtige Haltung achtet, trainiert ohnehin auch beim Frühjahrsputz.

( kurier.at ) Erstellt am 16.03.2016