Die wundersame Wandlung des Herrn Aschenbrenner.

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Erfolgsgeschichten 2
03/08/2016

Endlich wieder sportlich!

Lange Zeit ging er nie zu Fuß, jetzt kann er es sich ohne Bewegung nicht mehr vorstellen.

von Uwe Mauch

Es war einmal eine kurze Zwischenzeit in seinem Leben, da wollte sich der Angestellte der Vereinten Nationen nach getaner Abend vor allem der Kultur und der Kunst hingeben. Er ging gerne ins Theater, sah gerne gute Kinofilme, mischte sich öfters unters Konzert- und Partyvolk. So weit, so fein. Doch das schöne Leben in der Kultur- und Kunstszene ist oft verbunden mit leiblichen Genüssen, Rauch, Alkohol und wenig Bewegung.

So geht's nicht weiter!

Um ehrlich zu sein: Norbert Aschenbrenner war nie blad. Er trank auch bei und nach Konzerten nie über den Durst und er rauchte nach Proben mit seiner Amateur-Schauspielertruppe mehr aus purem Genuss denn aus arger Sucht. Aufgrund seiner Körpergröße konnte man in ihm sogar einen „Zwirnbladen“ sehen, zumindest, wenn er angezogen war. Doch wenn er es sich aussuchen konnte, ging er nicht zu Fuß, sondern stieg auf sein Motorradl oder in seine knatternde 2CV-Ente. Einer hat ihn daher durchschaut: sein Sohn Sebi (20), heute einer der aufstrebenden Triathleten des Landes. Es dauerte nicht lange, da nahm er sich den Vater zur Brust. Von Mann zu Mann sozusagen, mit ernsten Worten: „Papa, so geht’s ned weiter! Ich will meinen sportlichen Vater zurück.“

Die ersten Kilometer in Laufschuhen, auf dem Rennrad und im Schwimmbecken taten dem Herrn Papa noch ordentlich weh. Doch mit jedem weiteren Kilometer spürte Norbert Aschenbrenner weniger Widerstand in sich. Und er gelangte in eine bis heute anhaltende Spaßphase. Er bestritt wieder Halbmarathons, unzählige Marathons und auch Triathlons. Er ging in die Berge, er ging bouldern, er fuhr mit seinem Hochrad und schwerem Rucksack den Donauradweg von Passau nach Wien. Wer den Vorzeigeathleten der Wiener UNO-City heute treffen möchte, kann das weiterhin im Theater tun (zuletzt spielte er in einer Kindertheaterproduktion in Gänserndorf), ebenso trifft man ihn im Donaupark oder auf der Donauinsel beim Trainieren/Gymnastizieren oder in einer Wiener Kletterhalle. Was bei Aschenbrenner auffällt: Der erzählt nicht von einem Flow, den er selbst nie erlebt hat. Wenn er Sport betreibt, egal ob wandern, klettern, Ski fahren, Rad fahren, lächelt er so breit, dass die Ohren von seinem Mund permanent Besuch bekommen.

Auch die Kinder sind sportlich

Und weil Kinder bekanntlich mitbekommen, wenn Eltern Dinge aus Leidenschaft tun und nicht, weil es ihnen irgendwer dringend empfohlen hat, hat sich auch Tochter Fiona (18) in der Zwischenzeit dem Sport verschrieben. Stolz erzählt der Papa, dass sie über 1500 und 3000 Meter zu den Nachwuchshoffnungen des Landes zählt. Die Zwischenzeit vor seinem Sport-Comeback möchte Norbert Aschenbrenner übrigens nicht missen: „Alles zu seiner Zeit. Ich habe auch damals wichtige Erfahrungen gemacht. Schön, dass sich heute Sport und Kultur gut vereinbaren lassen.“

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