Einfache Sprache
21.09.2017

Warum Menschen den Fakten oft nicht glauben

Viele Menschen glauben Fakten nicht, obwohl diese wissenschaftlich bewiesen sind. Das hat verschiedene Gründe.

Link zum Original-KURIER-Artikel

Menschen haben oft Probleme damit, Fakten zu glauben,
obwohl sie wissenschaftlich bewiesen sind.
Menschen glauben auch oft Informationen,
die eindeutig falsch sind.
Sie glauben dann zum Beispiel, dass Impfungen giftig sind
oder es die Erderwärmung nicht gibt.
Diese Menschen sind aber nicht dumm
oder schlecht informiert.

Der deutsche Psychologe Tobias Rothmund sagt,
dass Menschen Fakten nach der
eigenen Einstellung bewerten.
Wenn die Fakten gegen die eigene Überzeugung sind,
dann glaubt man diese Fakten nicht gerne.
Es kann auch sein, dass die Fakten als Bedrohung
für den eigenen Lebensstil gesehen werden.

Viele Menschen sind eher bereit, Fakten zu glauben,
die die eigene Einstellung unterstützten.
Wir Menschen bewerten Fakten, die unseren
Interessen widersprechen, oft als fehlerhaft
oder als nicht wichtig.
Rothmund sagt, dass Menschen sich bei ihren
Bewertungen nach Menschen richten,
mit denen sie sich verbunden fühlen.
Wenn die Menschen große Angst vor einem Thema haben,
akzeptieren sie meistens nur Dinge,
die zu ihrer eigenen Meinung passen.
Das ist oft zu beobachten.