Einfache Sprache
13.04.2017

Warum manche Menschen immer zu spät kommen

In Amerika wurden die Gründe für das Zuspätkommen untersucht. Dabei kam heraus, dass manche Menschen einfach sehr schlecht im Zeiteinschätzen sind.

Link zum Original-Kurier-Artikel

In der amerikanischen Stadt St. Louis wurden die Gründe
dafür gesucht, warum manche Menschen
immer zu spät kommen.
Bei der Untersuchung kam heraus,
dass manche Menschen die Zeit sehr
schlecht einschätzen können.
Für die Zeiteinschätzung ist unser sogenanntes
„prospektives Gedächtnis“ zuständig.
Durch das „prospektive Gedächtnis“ erhält man die Fähigkeit,
sich zur richtigen Zeit an etwas zu erinnern,
dass man vorher ausgemacht hat.
Zum Beispiel: Man nimmt sich am Vormittag vor,
am Abend einen Freund anzurufen und denkt am Abend
dann wirklich daran.
Dafür ist das prospektive Gedächtnis zuständig,
man sagt auch, Gedächtnis für die Zukunft.

Es wurde getestet, wie unterschiedlich gut dieses
Gedächtnis für die Zukunft bei verschiedenen Menschen ist.
Die Test-Teilnehmer mussten dafür
verschiedene Aufgaben lösen.
Die Zeit durften sie sich selbst einteilen.
Jeder durfte auch auf die Uhr schauen, aber weil es
im Labor absichtlich stressig war, haben viele Teilnehmer
vergessen, auf die Zeit zu achten.
Im Labor hat man versucht, Situationen darzustellen,
die viele Menschen auch im echten Leben erleben.

Die Untersuchung hat gezeigt, dass Menschen mit einem
guten prospektiven Gedächtnis sich nicht nur
auf ihr Zeitgefühl verlassen.
Sie schauen auch öfter auf die Uhr.
Außerdem konnten sie auch besser einschätzen,
wie lange eine bestimmte Aufgabe dauert.

Es gibt aber auch viele andere Vermutungen,
warum manche Menschen immer zu spät kommen.
Ein Beispiel dafür wäre, dass jemand nicht wirklich
Lust auf einen Termin oder die Arbeit hat
und deshalb zu spät kommt.
Es gibt auch Menschen, die ein geringes
Pflicht-Bewusstsein haben.
Eine Vermutung ist auch, dass Zuspätkommen
eine Art von Widerstand ist.