Einfache Sprache
23.05.2017

Verlassene Tiere? Menschliche Hilfe kann gefährlich sein

Die Mitarbeiter im Wiener Tierschutzhaus in Vösendorf kümmern sich im Moment um 40 Entenküken. Die Mitarbeiter sagen, dass nicht jedes verlassene Tier Hilfe braucht.

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Im Wiener Tierschutzhaus in Vösendorf
kümmert man sich im Moment um 40 Entenküken.
Insgesamt waren es heuer schon 80 Küken
und mehr als 200 Küken werden es in diesem Jahr noch werden.

Die Mitarbeiter sagen, dass nicht jedes verlassene Tier Hilfe braucht.
Tiere, die nicht sichtbar verletzt sind,
sollen nicht von Menschen angefasst
oder mit nach Hause genommen werden.

Jeden Tag bekommt das Tierschutzhaus viele Anrufe
von Leuten, die sich Sorgen um Tiere machen.
Es werden Entenküken gemeldet, die keine Mutter haben,
aber auch Feldhasen, Eichhörnchen und Vögel.

Menschen greifen oft zu früh ein
Durch gut gemeinte, aber nicht notwendige Hilfe
kommen die Tiere in Gefahr.
Entenküken sind zum Beispiel Nestflüchter
und schauen sich gerne um.
Nestflüchter sind zum Beispiel Entenküken,
die nach einer Zeit das Nest verlassen
und nach Essen suchen und die Gegend erkunden.

Die Mutter von den Entenküken ist aber oft nicht weit weg.
Oft sind es die Menschen,
die die Elterntiere davon abhalten, zu ihren Kindern zu gehen.
Auch schreiende Vogelkinder müssen meist nicht gerettet werden.
Sie rufen ihre Eltern oder wollen auf sich aufmerksam machen.

Wenn ein Tier schwer verletzt ist, soll man den Tierarzt anrufen.
Auch wenn sich Enten einen unpassende Brutplatz ausgesucht haben,
sollte man den Tierschutzverein anrufen.
Unpassende Brutplätze sind zum Beispiel
Hausvorsprünge oder Balkone.