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12.07.2017

Verhandlung über Abschüsse von Rothirschen auf Truppen-Übungsplatz

10 Wölfe leben auf einem Truppen-Übungsplatz im Waldviertel. Dort richten Rothirsche großen Schaden an Bäumen an.

Link zum Original-KURIER-Artikel

Am Montag, 10. Juli, gab es in Zwettl eine Verhandlung
beim Landes-Verwaltungs-Gerichts-Hof.
Zwettl ist ein Bezirk und eine Stadt im Waldviertel.
Auf dem Truppen-Übungsplatz Allentsteig im Bezirk Zwettl
richten Rothirsche großen Schaden an Bäumen an.
Die Schäden an den Bäumen durch Rothirsche
haben in den letzten Jahren zugenommen,
obwohl mehr Rothirsche geschossen wurden.
Deshalb sollen jetzt noch mehr Rothirsche geschossen werden,
sagt die Forst-Behörde.

Das Bundesheer in Zwettl hat sich über den
Abschuss-Plan von der Forst-Behörde beschwert.
Auf dem Truppen-Übungsplatz leben auch
ungefähr 10 Wölfe in einem Rudel.
Die Frage ist nun, ob die Bezirks-Forstbehörde von Zwettl,
die Auswirkungen von den Wölfen im
Abschuss-Plan berücksichtigen muss.
Ob also weniger Hirsche geschossen werden müssen,
weil die Wölfe ja auch Rothirsche jagen.

Auch der Förster Christian Kubitschka will nicht,
dass noch mehr Hirsche geschossen werden.
Er ist auch der Jagdleiter vom Truppen-Übungsplatz.
Er sagt, dass schon etwa 500 Rothirsche geschossen wurden.
Es gibt von etwa 1900 Rothirschen
jetzt nur noch etwa 1400.
Er sagt, dass durch noch mehr Abschüsse die Hirsche
hin und her gejagt werden und dadurch noch mehr
Schäden anrichten.
Außerdem glaubt er, dass mehr Rothirsche gut sind
als Nahrung für die ersten Wölfe in Österreich.
Er hofft, dass sie auf dem Truppen-Übungsplatz
in Allentsteig bleiben.
Dadurch will er mehr Zeit haben, um Erfahrungen
im Umgang mit den Wölfen zu sammeln.

Wie der Landes-Verwaltungs-Gerichtshof in Zwettl
entscheidet, ist noch nicht klar.