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10.02.2017

Super Trick bei Geckos entdeckt

Bei Angriffen streifen einige Geckos ihre Haut ab. Das haben Forscher entdeckt.

Link zum Original-KURIER-Artikel

Forscher haben entdeckt,
dass einige Geckos bei Angriffen
ihre Haut abstreifen.
Das ist eine Taktik, um Feinden zu entkommen.
Diese Taktik haben auch andere Tiere.
Eidechsen werfen Ihren Schwanz ab und Seegurken
schleudern den Angreifern
das Innere von ihrem Körper entgegen.

Es gibt eine Gecko-Art mit Fisch-Schuppen.
Man nennt sie Fisch-Schuppen-Geckos.
Bei ihnen liegen die Hautschuppen nur an wenigen Stellen
am Körper an, so dass die Haut sich besonders leicht
ablösen kann.

Markus Scherz ist von einer Universität in München.
Er sagt, dass es sehr schwierig ist,
die Tiere zu untersuchen.
Man müsste sie einfangen, ohne sie zu berühren.
Weil sie selbst bei der Berührung mit Watte
ihre Haut abstreifen würden.
Deshalb locken die Forscher die Geckos zum Untersuchen
in Plastiksackerln.

Die Geckos haben die größten Schuppen, die man
bei Geckos bisher entdeckt hat.
Die Forscher vermuten, dass sich große Schuppen leichter
vom Körper lösen, als bei verwandten Arten.
Markus Scherz sagt auch, dass auch die Bestimmung der
Tiere schwierig ist.
Weil viele der Gecko-Arten sich ähnlich sehen.
Eigentlich werden die Geckos wegen der Lage
der Schuppen unterschieden.
Aber weil sich die Tiere ständig häuten, ist das kaum möglich
gewesen.
Deshalb ist es sehr schwer, Fisch-Schuppen-Geckos zu
bestimmen.

Bei Fisch-Schuppen-Geckos ist die Geschwindigkeit,
mit der die Schuppen nachwachsen sehr beeindruckend.
Es dauert nur wenige Wochen
bis ihr Körper wieder komplett bedeckt ist.
Und es bleiben keine Narben zurück, obwohl die Schuppen
einen Teil der Haut mit abreißen.
Wie es den Tieren gelingt, sich so schnell zu erneuern,
ist noch nicht bekannt.
Diese Frage ist für Forscher aber sehr spannend.
Vielleicht könnte man mit dem Wissen auch die Heilung
von menschlicher Haut verbessern.