Einfache Sprache
05.05.2017

Mann war vielleicht 30 Jahre ohne Grund in der Psychiatrie

Ein Mann war in Deutschland seit dem Jahr 1987 in der Psychiatrie. Wegen einem Mord, den er vielleicht gar nicht begangen hat.

Link zum Original-KURIER-Artikel

In Deutschland wurde ein Mann aus der Stadt Essen
für einen Mord bestraft, den er vielleicht nicht begangen hat.
Ein 7-jähriges Kind wurde im April 1985
entführt und im Wald erwürgt.
Der Verurteilte hat die Tat zuerst zugegeben,
später aber abgestritten.
Der Mann war möglicherweise
30 Jahre unschuldig in der Psychiatrie.
10 Jahre nachdem er verurteilt wurde,
hat ein zweiter Mann die Tat gestanden.

Inzwischen wurde der mittlerweile über 50
Jahre alte Mann aus Essen nach 30 Jahren
aus der Psychiatrie entlassen.
Dort wurde er im Jahr 1987 untergebracht,
weil er laut dem Landes-Gericht in Essen schuldunfähig war.
Schuldunfähig bedeutet, dass jemand für seine Taten nicht
zur Verantwortung gezogen werden kann,
weil er zum Beispiel eine psychische Erkrankung hat.

20 Jahre nachdem der Mann die Tat gestanden hat,
wird das Gerichts-Verfahren wieder aufgenommen.
Wenn der Mann nicht noch einmal verurteilt wird,
könnte es gegen den 2. Verdächtigen ein Gerichts-Verfahren geben.