Einfache Sprache
05.07.2017

Mann schwimmt zur Arbeit

In München schwimmt ein Mann zur Arbeit. Er will den öffentlichen Verkehr meiden.

Link zum Original-KURIER-Artikel

Benjamin David, ein Mann aus München, schwimmt zur Arbeit statt den
Bus oder die Bahn zu nehmen.
Er ist Gründer von dem Kultur-Projekt „Urbanauten“.
Dabei macht er sich darüber Gedanken,
wie öffentliche Räume genutzt werden sollen.
Er sagt, dass auf den Straßen um den Fluss Isar die Aggression
zwischen den Auto-und Radfahren und den Fußgängern sehr groß ist.
Deshalb will er die "normalen" Wege vermeiden
und schwimmt durch den Fluss zur Arbeit.

Die Idee kommt aus der Schweiz.
In der Schweizer Stadt Basel nutzen die Menschen den Rhein um zur
Arbeit oder nach Hause zu kommen.
Als Schwimmhilfe benutzen sie eine wasserfeste Tasche, in der
die Arbeitssachen verstaut sind.
Diese Tasche nennt sich „Wickelfisch“
und schwimmt auf dem Wasser wie eine Boje.
Benjamin David schaut jeden Tag im Internet nach,
wie sich die Isar verhält.
Wenn der Wasserstand zu hoch ist,
schwimmt er nicht zur Arbeit.
Er sagt auch, dass er sich freuen würde,
wenn mehr Menschen auf die Isar umsteigen würden.

Die Fluss-Strecke ist für ihn eine Führung
durch die Geschichte von München.
Zum Beispiel gibt es an einer Stelle am Flussufer die alten Anlege-Stellen
von einem geschichtlichen Ruderboot-Verleih aus dem 19. Jahrhundert.
An einer anderen Uferstelle ragen Haken aus einer Mauer,
wo früher Flöße festgebunden wurden.