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07.02.2018

Kritik an Regierungs-Programm für Menschen mit Behinderung

Österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz. © Bild: APA/AFP/JOHN MACDOUGALL

In Österreich wurde das neue Regierungs-Programm für Menschen mit Behinderung vorgestellt. Dieses Regierungsprogramm finden Behinderten-Vertreter nicht gut.

Die österreichischen Behinderten-Vertreter und der Volksanwalt Kräuter finden das Regierungs-Programm für Menschen mit Behinderung nicht gut . Die Behinderten-Vertreter finden es nicht gut, dass Sonderschulen weiter ausgebaut werden sollen. Die Behinderten-Vertreter sagen, dass Sonderschulen nichts mit der Inklusion zu tun haben. Mit Inklusion meint man, dass alle Menschen von anderen akzeptiert werden und in die Gesellschaft miteinbezogen werden.

Die Behinderten-Vertreter haben auch ein Problem mit den Werkstätten, in denen 24 000 Menschen mit Behinderung arbeiten. Diese Menschen haben nur eine Unfall-Versicherung, aber sie haben keine Kranken-Versicherung oder eine Pensions-Versicherung. Sie gelten auch nicht als Arbeitnehmer. Dadurch haben sie auch kein Recht auf eine eigene Pension.

Die Behinderten-Vertreter wollen auch, dass die 800-900 Menschen im Gefängnis betreut werden, die eine geistige Behinderung oder eine psychische Krankheit haben. Sie sollen nicht nur weggesperrt werden, sondern eine Therapie bekommen. Sie brauchen Hilfe, damit sie wieder ein Teil der Gesellschaft werden können.

Die Behinderten-Vertreter sind auch unzufrieden mit der Situation für Menschen mit Behinderung am Arbeitsmarkt. Zurzeit sind fast 80 000 Menschen mit Behinderung arbeitslos. Deswegen fordern die Behinderten-Vertreter, dass es mehr Möglichkeiten für Menschen mit Behinderung am Arbeitsmarkt gibt.

Die SPÖ und die NEOS finden das Regierungs-Programm auch nicht gut. Frau Ulrike Königsberger-Ludwig fordert, dass es für Menschen mit Behinderung in Werkstätten ein Gehalt statt Taschengeld geben soll. Frau Ulrike Königsberger-Ludwig ist die Behinderten-Sprecherin von der SPÖ. Gerald Loacker ist der Sozialsprecher bei den NEOS. Er findet es diskriminierend, dass erwachsene Menschen ein Taschengeld wie Kinder bekommen. Diskriminieren bedeutet, dass jemand wegen seiner Sexualität, Herkunft, Religion oder Behinderung benachteiligt wird.