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12.06.2017

Imame weigern sich, für Terroristen ein Toten-Gebet zu sprechen

In London weigern sich mehr als 130 muslimische Priester, ein Totengebet zu sprechen für die Terroristen vom Anschlag in London.

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Mehr als 130 muslimische Priester in London weigern sich,
für Terroristen ein Totengebet zu sprechen.
Damit setzen sie ein wichtiges Zeichen gegen die Terroristen.
Terroristen sind Menschen die Anschläge verüben
und Menschen töten, um ihre Ziele durchzusetzen.
Sie begründen ihre Taten oft mit ihrem Glauben.

Das Totengebet wird normalerweise
für jeden Muslim gesprochen, egal was er getan hat.
Damit wird den Toten vergeben.
Das ist Teil von muslimischen Beerdigungen.
Die muslimischen Priester werden Imame genannt.
Muslime sind Menschen die dem Islam angehören.
Der Islam ist eine Glaubens-Richtung.

Die 3 Terroristen haben bei einem Anschlag
in London 7 Menschen getötet und 50 weitere verletzt.
Deswegen weigern sich mehr als 130 Imame in London,
ein Totengebet für sie zu sprechen und ihnen damit zu vergeben.
Nach dem Anschlag wurden die 3 Terroristen von der Polizei erschossen.

Am 5. Juni teilte der britische Muslimrat mit,
man ist „geschockt und abgestoßen“ vom Verhalten der Terroristen.
Was sie getan haben, passt nicht zu den Lehren vom Islam.
Sie sagen, dass es die Pflicht von jedem Muslim ist,
das Land zu ehren, in dem er lebt.

Der Muslim-Rat will in nächster Zeit viele Fragen stellen
und viele Gespräche führen, um herauszufinden,
warum einige Menschen so großen Hass haben.
Außerdem teilte der britische Muslimrat mit,
dass man aus Schmerz über das Leid der Opfer
und ihrer Familien beschlossen hat,
für die Terroristen das Totengebet nicht zu sprechen.

Die Imame fordern auch andere muslimische Priester
und religiöse Personen auf, Terroristen das Totengebet zu verweigern.