Einfache Sprache
29.03.2017

Glückliches Ende für ein Mädchen in Indien

In Indien wurde ein kleines Mädchen lebendig begraben. Durch Zufall wurde es gefunden und konnte gerettet werden.

Link zum Original-KURIER-Artkel

In Indien wurde ein Baby gleich nach der Geburt
lebend begraben und konnte durch Zufall gerettet werden.
Ein Mann entdeckte am Wochen-Ende das kleine Mädchen
auf einem Feld in einer Sandgrube.
Der Mann sah, wie ein Fuß von dem Baby
aus dem Sand herausschaute.

Das Baby ist jetzt zur Beobachtung
in einem Krankenhaus von Indien.
Das Mädchen ist 2,5 Kilogramm schwer
und es geht ihr gut, sagen die Ärzte.
Weil das kleine Mädchen in der Erde gefunden wurde,
hat man ihr den Namen Dharirti gegeben.
Dharirti heißt auf Deutsch: Erde.
Die Polizei von Indien vermutet, dass das Mädchen
wegen seinem Geschlecht ausgesetzt wurde.

In Indien sind Buben immer noch beliebter als Mädchen,
weil die Buben ihre Familie ernähren sollen.
Mädchen hingegen werden als Last angesehen,
weil sie von den Eltern bei ihrer Heirat eine hohe Mitgift
mitbekommen müssen.
Mitgift ist der Besitz, den die Braut in die Ehe mitbringt.
Die Polizei hat Anfang März im Westen von Indien
in einem Abwasser-Kanal 19 weibliche, ungeborene
Babys gefunden, die abgetrieben wurden.
Das bedeutet, dass die schwangeren Frauen
ihre Schwangerschaft früher beendet haben.
Dazu nehmen sie Medikamente ohne lassen einen Eingriff machen.

Obwohl es in Indien verboten ist, werden vor allem am Land,
Tests zur Bestimmung gemacht, ob das Baby
ein Mädchen oder ein Bub wird.
Eine Studie aus Großbritannien aus dem Jahr 2011 zeigt,
dass in Indien in den letzten 30 Jahren gezielt
12 Millionen Mädchen abgetrieben wurden.